Luftwaffe schickt noch heute Evakuierungsflugzeug nach China

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Die Evakuierungsaktion für Deutsche, die wegen des neuartigen Coronavirus aus China ausgeflogen werden sollen, ist angelaufen. Alle dafür erforderlichen Genehmigungen der chinesischen Behörden lägen nun vor, sagte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) weiter am Freitag in Berlin.

Es handele sich um über 100 Personen, es gebe aber niemanden der infiziert sei, so Maas.

Das Flugzeug startet vom Flughafen Köln-Wahn aus, wo Teile der Flugbereitschaft stationiert sind. Der Jet der Bundeswehr soll am Samstag mit den Rückkehrern an Bord nach Deutschland zurückfliegen, ganz sicher war das allerdings noch nicht.

Die Teilnahme an dem Evakuierungsflug ist freiwillig.

Maas sagte zudem, es habe Anfragen weiterer Länder gegeben, auch deren Staatsbürger mitauszufliegen.

In einem so genannten Medical Assessment Center sollten sie umgehend auf Symptome des neuartigen Coronavirus untersucht werden.

Das diene dazu, "mögliche Kontaktpersonen zu erfassen", sagte René Gottschalk, Leiter des Frankfurter Gesundheitsamtes, dem Hessischen Rundfunk. Rückkehrer mit Symptomen sollten sofort auf die Isolierstation eines Frankfurter Krankenhauses gebracht werden. Anschließend sollen die Passagiere in eine Quarantäne-Station gebracht werden, die sich im südpfälzischen Germersheim befindet. Mitfliegen könne nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nur, wer symptomfrei sei. Alle hatten zuvor Kontakt mit einer infizierten Kollegin aus China, die dort bei einer Schulung war.

In China erlebten die Infektionen und Todesfälle zuletzt den größten Anstieg innerhalb eines Tages. Die Zahl der Toten stieg um 42 auf 213. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte am Donnerstagabend die Ausbreitung des Virus zu einer "gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite". Die 190 Mitgliedsländer werden damit von der WHO empfohlene Krisenmaßnahmen untereinander koordinieren.

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