"Gang of Four"-Gitarrist Andy Gill ist tot"

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Jetzt ist ein stilprägender Gitarrist mit 64 Jahren gestorben.

Der einflussreiche britische Rock-Gitarrist Andy Gill ist tot.

Darüber hinaus war Gill ein angesehener Plattenproduzent, der vor allem mit den Red Hot Chili Peppers an deren Debüt 1984 arbeitete. Er starb im Alter von 64 Jahren an einer Atemwegserkrankung, wie die Band gestern auf Facebook mitteilte.

Anlässlich seines Todes schrieb seine Band Gang of Four über Gill: "Wir werden uns an ihn wegen seiner Freundlichkeit und Großzügigkeit, seiner furchterregenden Intelligenz, seiner schlechten Witze, seiner verrückten Geschichten und seiner endlosen Tassen Darjeeling-Tee erinnern". Das Posting beginnt mit den Worten: "Unser großartiger Freund und oberster Anführer ist heute gestorben". Erst im vergangenen Jahr schrieb die Zeitung Pittsburgh Post-Gazette, Gill habe das Instrument mit seinem "stechenden, kratzenden Zugriff und Rückkoppelungs-Hexerei gleichsam zur Waffe" gemacht. "Seine kompromisslose künstlerische Vision und sein Engagement für die Sache führten dazu, dass er immer noch Mixe für das kommende Album anhörte, während er die nächste Tour von seinem Krankenhausbett aus plante". "Und ein Genie war er zufällig auch noch".

Zudem heißt es in den Abschiedsworten: "Sein Einfluss auf die Gitarrenmusik und den kreativen Prozess war für uns so inspirierend wie für jeden, der mit ihm gearbeitet und seine Musik gehört hat".

Singlehits hatten die politisch linksgerichteten Gang Of Four nicht, auch wenn "I Love A Man In A Uniform" (1982) nah dran war. Daneben zählt "At home he's a tourist" aus dem Jahr 1979 zu den bekanntesten Songs. Gill, der seit Gründung 1976 das einzig übrig gebliebene Originalmitglied der Gang of Four war, war zuletzt auf dem 2019er-Album "Happy Now" zu hören. Gills Frau, Catherine Mayer, twitterte: "Dieser Schmerz ist der Preis für eine außergewöhnliche Freude, fast drei Jahrzehnte mit dem besten Mann der Welt".

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