Coronavirus: Zwei Rückkehrer positiv getestet

Einstellen Kommentar Drucken

Der Iran hat wegen der sich ausbreitenden Coronavirus-Infektion vorübergehend alle Flüge von und nach China ausgesetzt. In China stieg nach Behördenangaben vom Sonntag die Zahl der bestätigten Infektionen auf mehr als 14.300, mehr als 300 Menschen starben bereits an der Atemwegserkrankung.

Innerhalb eines Tages wurden aus der chinesischen Provinz Hubei 45 neue Todesfälle und 1921 neue Erkrankungen mit dem Coronavirus gemeldet. Die Gesamtzahl der Toten erhöhte sich auf 304. Mit der Maßnahme wollen die Behörden nun verhindern, dass Millionen Menschen in ihre Heimatstädte zurückkehren und sich das Virus dann weiterverbreiten könnte. Der 44-Jährige sei zunächst am 25. Januar mit Fieber, Husten und Halsschmerzen ins Krankenhaus gekommen, teilte das philippinische Gesundheitsministerium mit.

Einer der mit einem Bundeswehrflugzeug zurückgekommenen Passagiere aus China wird in der Frankfurter Uniklinik auf das Coronavirus untersucht.

In der Provinz Hubei wurden unterdessen die Bewegungsfreiheit der Bewohner massiv eingeschränktn. In der Neun-Millionen-Einwohner-Metropole Wenzhou an der Ostküste dürfe nur noch ein Mensch pro Haushalt alle zwei Tage auf die Straße, um das zum Leben Notwendige einzukaufen, teilten die örtlichen Behörden am Sonntag mit. Mehr als 40 Autobahn-Mautstellen der Stadt wurden geschlossen. Mit 661 Erkrankten hat die Provinz Zhejiang, in der Wenzhou liegt, nach der Provinz Hubei die zweithöchste Zahl von nachgewiesenen Virusfällen. Dort gibt es den Behörden zufolge 265 Patienten, die am Coronavirus leiden. Für die gesunden Rückkehrer sind zwei Wochen in Quarantäne vorgesehen. Sie sollen mindestens 14 Tage an dem Standort eines Luftwaffenausbildungsbataillons bleiben - so lange dauert die maximale Inkubationszeit, also die Frist von der möglichen Ansteckung bis zum Krankheitsausbruch. Sie würden nun mit einem Infektionsschutzkrankentransportwagen vom Deutschen Roten Kreuz in das Uniklinikum Frankfurt gefahren.

Elf Personen waren laut dem hessischen Sozialminister Kai Klose in die Frankfurter Uni-Klinik gebracht worden, in einem Fall müsse geklärt werden, ob die Person mit dem Virus infiziert sei. In Germersheim sind die beiden positiv auf den Virus getestet worden. Ein weiterer Verdachtsfall in Frankfurt hat sich dagegen nicht bestätigt. Er habe zuvor in Deutschland "engen Kontakt" mit einer infizierten Person gehabt. In Großbritannien richtet sich eine Klinik laut einem Medienbericht auf eine weitere Gruppe ausgeflogener Staatsbürger ein, die unter Quarantäne gestellt werden soll; bisher sind in der Klinik 83 britische Ankömmlinge aus China untergebracht. Zudem verhängen immer mehr Staaten Einreisebeschränkungen gegen Menschen, die sich zuvor in betroffenen Gebieten aufgehalten haben.

Das Coronavirus "2019-nCoV" trat Ende 2019 erstmals in der zentralchinesischen Stadt Wuhan auf. Es wird davon ausgegangen, dass das Virus von Wildtieren auf einem Markt in Wuhan auf Menschen übertragen wurde. Die Lungenkrankheit könnte nach Erkenntnis des Renmin Hospitals der Universität Wuhan und des Virus-Instituts der chinesischen Akademie der Wissenschaften neben Tröpfeninfektion auch über das Verdauungssystem verbreitet werden.

Unterdessen haben mehr als 100 Menschen, die am Samstag mit einer Bundeswehrmaschine aus der Stadt Wuhan nach Frankfurt ausgeflogen worden waren, ihre Quarantänestation in Deutschland erreicht.

Inzwischen wehrt sich Taiwan gegen die Einstufung als Hochrisiko-Land durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Wie groß die Gefahr ist, die von dem neuartigen Virus ausgeht, lässt sich noch nicht mit Gewissheit sagen. Experten halten "2019-nCoV" jedoch für weniger gefährlich als die verwandten Viruserkrankungen Sars und Mers, die Anfang der 2003 bzw.

Comments