Weltwirtschaftsforum - Trump sieht USA als Beispiel für die Welt

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Der Klimawandel ist eines der größten Themen des Weltwirtschaftsforums, aber Trump wollte vor allem das Aufblühen der US-Wirtschaft auf die Tagesordnung setzen.

Die Zeit dränge, sagte er an Brüssel gerichtet. Die EU sei ein deutlich schwierigerer Verhandlungspartner als China.

Der US-Präsident steht wegen des Amtsenthebungsverfahrens, dessen inhaltlicher Teil am Dienstag beginnt, innenpolitisch unter großem Druck. Trump sei schließlich "der demokratisch gewählte Präsident des Landes, das das Rückgrat unserer eigenen Sicherheit bildet". Immer mehr Unternehmen seien aus den USA ins Ausland abgewandert, so Trump. Erwartet werden in Davos Reden des spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sanchez sowie von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Parlamentschef David Sassoli. Eine kleine zeitliche Einschränkung gab Trump dann doch: Er versicherte, vor der Präsidentschaftswahl in den USA Ende des Jahres werde das Abkommen mit der EU unter Dach und Fach sein. Trump hat bislang nicht klar gesagt, welche Konzessionen er sich von der EU erhofft. Darüber hinaus wurde ein Video geteilt, in dem sich die beiden - geblendet vom Blitzlichtgewitter - unterhalten. "Manche Leute gehen von so einem Ausmaß aus, dass es so unrealistisch ist, dass man sein Leben gar nicht mehr leben kann", sagte Trump am Rande der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums (WEF). "Ich wollte warten, bis ich China fertig habe. Ich wollte nicht China und Europa gleichzeitig haben", sagte er am Mittwoch im Gespräch mit dem Nachrichtensender CNBC.

Die USA hätten 150 Milliarden US-Dollar im Handel mit der EU verloren, behauptete Trump.Er verlangte, die EU müssten die USA fair behandeln. Als Grund führte die Regierung eine Bedrohung der nationalen Sicherheit an. Solche Zölle würden vor allem deutsche Hersteller treffen. Trump hatte sich nach einem Treffen mit Juncker im Juli 2018 im Weißen Haus zu dem Zugeständnis bewegen lassen, keine Strafzölle auf europäische Autos zu verhängen. Es könnte daher ein Handelskrieg der zwei wirtschaftlichen Riesen drohen. Erstmals sollen für das Kongresszentrum Solarenergie und Geothermie zum Einsatz kommen. Er stellte weitere bilaterale Handelsabkommen, zum Beispiel mit dem Vereinten Königreich in Aussicht. Banken, Versicherer und Pensionsfonds hätten seit dem Pariser Klimaabkommen im Jahr 2015 die Industrie für fossile Brennstoffe mit knapp 1,3 Billionen Euro finanziert, erklärte die Umweltschutzorganisation.

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