Boeing rechnet mit 737 Max Flugverbot bis Sommer

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Medienberichten zufolge geht der Konzern davon aus, dass eine Flugerlaubnis nicht vor Juni oder Juli erteilt wird.

Flugzeugbauer Boeing rechnet damit, dass das Flugverbot für das Modell 737 Max noch bis zum Sommer bestehen bleibt. Dies sei die bestmögliche Schätzung angesichts des laufenden Verfahrens für eine Wiederzulassung der Flugzeuge.

Der US-Luftfahrtkonzern rechne nicht damit, dass die Baureihe vor Juni oder Juli wieder zugelassen wird, berichteten der US-Sender CNBC und auch der Finanzdienst Bloomberg unter Berufung auf Insider. Der Hersteller habe bislang mit einem Start einige Monate früher gerechnet. Bei zwei Abstürzen von Fliegern des Typs 737 Max waren in 2018 und 2019 insgesamt 346 Menschen ums Leben gekommen. Als entscheidende Ursache der verheerenden Unglücke gilt eine fehlerhafte Steuerungsautomatik der Flugzeuge. An der Börse rutscht die Boeing-Aktie um fünf Prozent ab. Die Aktie wurde deswegen vorübergehend aus dem Handel genommen. Grund sei auch die "rigorose Prüfung" der Aufsichtsbehörden. Weitere Informationen will Boeing beim Quartalsbericht kommende Woche liefern. Beim Prüfungsprozess kooperiere die Behörde mit anderen internationalen Regulierern.

Boeing hatte zuletzt ein neues Software-Problem bei der 737 Max gefunden, das eine Wiederinbetriebnahme erschweren könnte. "Wir nehmen die notwendigen Updates vor", teilte das Unternehmen am Freitag mit. "Unsere oberste Priorität ist, dass die 737 Max sicher ist und alle regulatorischen Vorgaben erfüllt sind, bevor sie wieder in den Betrieb geht". Sowohl die US-Flugaufsichtsbehörde FFA als auch Kunden und Zulieferer seien darüber informiert worden. Weitere Angaben machte Boeing nicht.

Für den Airbus-Rivalen ist der Ausfall der 737 Max eine enorme Belastung, die hohe Sonderkosten und Imageschäden verursacht hat. Aufgrund der hohen Ungewissheit hinsichtlich der Wiederzulassung wurde die Produktion des Jets jüngst bis auf weiteres ausgesetzt.

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