Antisemitismus im Kanzleramt: Fahrer von Kollegen aufs Übelste beleidigt

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Immer wieder ruft sie auf, entschlossen dagegen vorzugehen. Doch nun hat es offenbar auch in ihrem eigenen Haus einen gravierenden Vorfall gegeben. Nach Informationen der "Bild am Sonntag" wandte sich vor einem Jahr ein aus dem Libanon stammender Mann jüdischen Glaubens an Klein und berichtete ihm, mehrere Kollegen in der Fahrbereitschaft hätten ihn unter anderem als "Judensau" und "Kanake" bezeichnet.

BILD am Sonntag fragte im Kanzleramt nach.

Eine Sprecherin des Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung, Klein, bestätigte gegenüber "Bild am Sonntag" einen entsprechenden Vorgang, nannte aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes jedoch keine Einzelheiten.

Welche Konsequenzen im Kanzleramt wegen des Vorfalls gezogen wurden, ist offen. Nach Informationen der "Bild am Sonntag" wurde aber dafür gesorgt, dass der Betroffene nicht mehr mit den Kollegen zusammenarbeiten musste. Die Bundesregierung erklärte gegenüber dem Blatt lediglich, man äußere sich grundsätzlich nicht öffentlich zu Personalangelegenheiten.

Ein Mitarbeiter des Bundeskanzleramtes soll von Kollegen antisemitisch und rassistisch beschimpft worden sein. Mittlerweise soll auch er selbst nicht mehr im Kanzleramt arbeiten. Zu seinem Fuhrpark gehören 27 Pkw.

Auch Referats- und Abteilungsleiter dürfen Dienstfahrzeuge nutzen, falls Kapazitäten vorhanden sind.

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