Großbritannien - Queen ruft Royal-Familie für Krisensitzung zu sich

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Die Zeitung hatte in ihrer Montagsausgabe behauptet, dass sich Prinz Harry und Herzogin Meghan von William beiseite gedrängt fühlten. Das Paar hatte überraschend angekündigt, künftig viele royale Verpflichtungen aufzugeben und abwechselnd in Großbritannien und Kanada zu leben.

Laut Berichten soll es um Vorschläge zur künftigen "progressiven" Rolle des Paares gehen, die bereits von Palastbeamten und Vertretern der britischen und kanadischen Regierung ausgearbeitet wurden.Trotz des Zeitunterschieds soll Meghan offenbar per Telefonschalte an dem Gespräch teilnehmen, berichtet der "Guardian". Man habe sich auf eine Übergangsphase geeinigt, in der die beiden und Baby Archie Zeit in Kanada und im Vereinigten Königreich verbringen würden. Beide beschwerten sich gemeinsam bitterlich über einen Bericht der Time, wonach Meghan und Harry sich von William schikaniert fühlten. Die Queen habe darum gebeten, dass in den kommenden Tagen endgültige Entscheidungen getroffen werden.

Das Statement der Queen lautet: "Meine Familie und ich unterstützen Harry und Meghans Wunsch, als junge Familie ein neues Leben zu beginnen".

Weitere Fragen zum Rücktritt von Harry und Meghan klären wir in unserem Royal-Podcast - hören Sie doch mal rein!

Die beiden Brüder ließen offen, auf welchen Artikel und welche Zeitung sie sich genau bezogen, doch fiel ihre Reaktion harsch aus: "Für Brüder, die sich so sehr um die Fragen der psychischen Gesundheit kümmern, ist die Verwendung einer derart aufrührerischen Sprache beleidigend und potenziell schädlich", erklärten sie. Der Experte für royales Protokoll, William Hanson, attestierte Harry und Meghan "sehr schlechtes Benehmen", weil sie die Queen und die anderen Royals nicht vorab über ihren Schritt informiert hätten.

Die Schuld an der Krise gibt Hanson teilweise Meghan, die das Königshaus "über Nacht" habe umkrempeln wollen.

Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov zufolge unterstützen 45 Prozent der Briten die Entscheidung des Paares, nur 26 Prozent sind dagegen. Die könne man nicht von einem Tag auf den anderen ändern. Harry und Meghan verließen den Kensington-Palast in London, auf dessen Grundstück sie mit William und Kate (38) gelebt hatten. Dabei wäre frischer Wind ja gut gewesen für das Königshaus. Dafür findet eine deutliche Mehrheit (63 Prozent), dass Harry und Meghan auch kein Geld mehr vom Königshaus bekommen sollten.

Dass sich besonders das Verhältnis zwischen Harry und William abgekühlt hatte, war schon lange bekannt. Medien spekulierten, es könnte die Furcht Harrys gewesen sein, vom engsten Kreis der Familie ausgeschlossen zu werden. Das Königshaus dürfte sehr genau darauf achten, auf welche Weise er in Zukunft ein eigenes Einkommen generieren will.

Die Queen, Thronfolger Prinz Charles (71) und Prinz William (37) sollen ihre Teams angewiesen haben, schnell mit Regierungen und den Mitarbeitern des Paares "an umsetzbaren Lösungen" zu arbeiten. In seiner Dokumentation gaben die beiden so deutlich wie nie zuvor zu erkennen, wie unglücklich sie mit der aktuellen Situation sind. Harry habe die Vorstellungen über seine künftige Rolle im Königshaus auf Wunsch der anderen Royals bereits schriftlich vorgelegt. Dieses Dokument sei dann aber zu seiner Enttäuschung an die Presse gelangt.

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