Burgerkette Hans im Glück steht offenbar vor dem Verkauf

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Die Burger-Kette Hans im Glück steht angeblich vor dem Verkauf.

Burger essen im Ambiente zwischen Birkenstämmen: Damit könnte es bald vorbei sein.

Wie das "Handelsblatt" berichtet, gebe es offenbar einen Deal zwischen dem Gründer von Hans im Glück und den Gründern der Bäckerei-Kette Backwerk.

Dem Medium lägen entsprechende interne Dokumente, darunter auch der Entwurf eines Kaufvertrags, vor, aus denen die Backwerk-Gründer sowie ein "Hans im Glück"-Minderheitseigner als mögliche Käufer feststünden". 2018 stieg Unternehmer Bühler mit 6,5 Millionen Euro bei der Burgerkette ein, sicherte sich zehn Prozent der Firma und ein umfassendes Vorkaufsrecht, das er nun mit den Backwerk-Gründern durchsetzen will.

Liquiditätsprobleme hätten jedoch zuletzt das Unternehmen geplagt, wie Gründer Thomas Hirschberger in einem Protokoll einer Gesellschafterversammlung erklärt habe. Laut des Berichts würden Hirschbergers Anwälte daher versuchen, Anspruchsberechtigte zu einem Teilverzicht zu bewegen.

Ein möglicherweise lukrativeres Geschäft mit Finanzinvestoren scheint somit für Hirschberger vom Tisch. Im schlimmsten Fall müsste Hirschberger selbst beziehungsweise seine Holding beim Verkauf einen Betrag in Millionenhöhe draufzahlen, so das "Handelsblatt". Gegenüber unserer Redaktion wollte sich Hans im Glück dazu nicht äußern. Hirschberger ist auch Gründer der Sausalitos-Kette. Beendet war damit das Kapitel der mexikanischen Speisen und Getränke für Hirschberger aber noch nicht. Am Ende einigten sich beide Seiten auf einen Vergleich, Hirschberger trat dabei seine Minderheitsrechte ab.

Mittlerweile soll die Stimmung zwischen den Beteiligten schlecht sein, das Handelsblatt schreibt von einem Zerwürfnis zwischen Gründer Hirschberger und Investor Bühler, der sich von der Geschäftsentwicklung enttäuscht zeige. 2015 sorgte die Kündigung eines Franchisenehmers von "Hans im Glück" für Aufsehen, der seine Restaurants daraufhin in "Peter Pane" umbenannte. Jährlich standen hohe Wachstumsraten zu Buche, im Jahr 2018 erzielte Hans im Glück einen Nettoumsatz von 120 Millionen Euro - 17 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor.

Betrifft die aktuelle Situation von "Hans im Glück" auch die Eröffnung der in Ulm geplanten Filiale am Münsterplatz, die in der Vergangenheit bereits mehrmals verschoben wurde?

Und die Erfolgsgeschichte sollte auch im Ausland fortgeschrieben werden. Die Hans im Glück Franchise GmbH ist dementsprechend in den vergangenen Jahren massiv gewachsen und hat dafür viel Geld in die Hand genommen. Nun scheint die Geschichte auserzählt. Daneben gibt es auch Filialen in Singapur, Österreich und der Schweiz.

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