Toyota GR Yaris: Die kleine Unvernunft

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Das neue Jahr beginnt sportlich: Auf dem Tokyo Auto Salon (10. bis 12. Januar 2020) stellt Toyota mit dem neuen GR Yaris einen Sportwagen für Rennstrecke und Straße vor.

Angefangen mit einem Projekt der Motorsportabteilung Toyota Gazoo Racing (TGR), die den frontangetriebenen Vorgänger mit einem 213 PS starken Kompressormotor aus dem Lotus Exige ausstatteten, folgt nun die komplette Neuentwicklung eines Rallye-Kleinwagens. Der Marktstart ist für die zweite Jahreshälfte 2020 geplant. Hergestellt wird der GR Yaris auf einer neuen, speziell für GR-Modelle vorgesehenen Linie im Werk Motomachi in Japan.

"Bei diesem Auto sollen die Leute denken: ‚Mit dem GR Yaris will ich auf verschneiten Straßen fahren, die ich noch nie zuvor gefahren bin und ich will mich im Rallyesport versuchen.'", sagte GAZOO Racing Präsident Shigeki Tomoyama.

Für die Traktion zuständig ist ein neu entwickeltes und flexibles Allradsystem, das GR-Four.

Das Renn-Modell unterscheidet sich auch durch einen anderen Grill vom normalen Yaris.

Bei dem kleinen Allrad-Kraftprotz hat Toyota nicht gekleckert, schließlich ist er das erste Homologationsmodell für die Rallye-Weltmeisterschaft seit dem Produktionsende des Celica GT-FOUR im Jahre 1999.

Im Fokus der Entwicklung standen Aerodynamik, Gewicht und Gewichtsverteilung. Die günstigere Gewichtsverteilung, die daraus resultiert, verbessert Handling, Stabilität und Ansprechverhalten. Per Kolbenbodenkühlung, Multi-Öldüse, grösseren Auslassventilen und einem bearbeiteten Einlasskanal soll der Zwölfventiler erstaunliche 360 Newtonmeter an die Räder leiten.

Das Sechs-Gang-Schaltgetriebe setzt die Kraft bis zur begrenzten Höchstgeschwindigkeit um.

Wann kommt der Toyota GR Yaris?

. Das Dach besteht aus einem neuen Kohlefaser-Polymer, das formgepresst werden kann, Motorhaube, Türen und Heckklappe sind aus Aluminium. Das Leergewicht beträgt lediglich 1.280 kg und sorgt für ein exzellentes Leistungsgewicht von nur 4,9 kg pro PS.

Der Sprint von 0 auf 100 km/h ist in 5,5 Sekunden bewältigt. So ist vom reinen Front- bis zum reinen Heckantrieb theoretisch jede Verteilung möglich. Optional ermöglichen Torsen-Differenziale an Vorder- und Hinterachse zudem die Aufteilung des Antriebsmoments zwischen den einzelnen Rädern einer Achse und bieten damit eine noch bessere Fahrkontrolle. Dessen Kraftverteilung lässt sich vom Fahrer anpassen: Im Grundmodus gehen 60 Prozent an die Vorderachse, im fahrspaß-orientierten Sportmodus fließen 70 Prozent nach hinten und in der rennstrecken-optimierten Wettbewerbs-Einstellung wird die Kraft gleichmäßig zwischen den Achsen verteilt.

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