Bagdad Irak: Zwei Raketen schlagen in Grüner Zone in Bagdad ein

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Am späten Mittwochabend schlugen in der hoch gesicherten Grünen Zone in Bagdad, in der sich auch die US-Botschaft befindet, erneut zwei Raketen des Typs Katjuscha ein, wie das irakische Militär mitteilte. Bei den Angriffen seien keine US-Bürger zu Schaden gekommen, sagte er. Das meldete die irakische Nachrichtenseite Al-Sumaria am Donnerstagabend unter Berufung auf irakische Sicherheitskreise. Neben Soleimani war bei dem Drohnenangriff auch der Vizechef der pro-iranischen Hasched-al-Schaabi-Milizen, Abu Mehdi al-Muhandis, getötet worden. Es war nun bereits der dritte Raketenangriff auf die Grüne Zone seit der Tötung von Soleimani und al-Muhandis.

Der Iran hatte in der Nacht zuvor Raketen zwei international genutzte Militärstützpunkte abgefeuert. Bei diesen Angriffen war niemand verletzt worden. Trump kündigte neue Wirtschaftssanktionen, jedoch keine militärische Reaktion an. Teheran scheine in dem Konflikt zurückzuweichen, sagte er. Der Verdacht richtet sich meistens gegen schiitische Milizen, die mit dem Nachbarland Iran verbündet sind. Es gebe ermutigende Geheimdienstinformationen, dass die Führung in Teheran Mitteilungen an diese Milizen geschickt habe, nicht gegen US-Ziele oder amerikanische Zivilisten vorzugehen, so Pence in einem Interview des TV-Senders CBS News. US-Verteidigungsminister Mark Esper vertrat die Einschätzung, dass die USA durch die Tötung Soleimanis den "Abschreckungsgrad" im Iran-Konflikt gesteigert hätten. Der Generalstabschef der US-Armee, Mark Milley, sagte wenig später jedoch, nach seiner "persönlichen Einschätzung" habe der Iran mit den Raketenangriffen militärisches Personal töten und "strukturelle Schäden" in den Stützpunkten anrichten wollen. Präsident Hassan Ruhani sagte: "Falls die Amerikaner weitere Angriffe und Verbrechen gegen den Iran planen sollten, werden wir eine Antwort geben, die noch härter ist als der heutige Angriff". Über eine entsprechende Resolution soll am Donnerstag das von der Oppositionspartei kontrollierte Repräsentantenhaus abstimmen, wie die Vorsitzende der Kongresskammer, Nancy Pelosi, ankündigte.

Die USA wiederum rechtfertigten bei den Vereinten Nationen die Tötung Soleimanis als rechtmäßigen Akt der Selbstverteidigung gemäß der UN-Charta. Allerdings ist zu erwarten, dass die Resolution lediglich das Repräsentantenhaus passiert, aber nicht den Senat - dort dominieren Trumps Republikaner. Er bekam dafür die Unterstützung von Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg.

Die iranischen Angriffe auf amerikanische Stützpunkte im Irak seien eine "Notwendigkeit" gewesen, sagte Hatami. Der Irak sei ein "unabhängiges Land" und werde es nicht zulassen, zu einem "Schlachtfeld" gemacht zu werden, erklärte das Außenministerium.

Iran strebt nach eigenen Angaben danach, die Vereinigten Staaten mit politischen Mitteln aus dem Nahen Osten zu vertreiben.

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