Schmuckstücke aus Grünem Gewölbe in Israel angeboten

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Polizei und Staatsanwaltschaft wiesen auch die Darstellung zurück, dass die Sicherheitsfirma CGI mit Untersuchungen zu dem spektakulären Juwelendiebstahl beauftragt worden sei: "Die Staatsanwaltschaft Dresden, die Polizeidirektion Dresden und die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden haben die israelische Firma CGI nicht mit der Überprüfung des Sicherheitskonzeptes im Grünen Gewölbe oder mit sonstigen Ermittlungen beauftragt", teilte die Staatsanwaltschaft Dresden mit. Das Geld sollte in der digitalen Währung Bitcoin gezahlt werden. Von den Angeboten wisse man nichts, sagte ein SKD-Sprecher. Auch die Kunstfreunde der Staatlichen Sammlungen - ein Förderverein - wollen mit der Angelegenheit nichts zu tun haben: Man sei "in keinerlei Art und Weise in diesen Vorfall involviert", ließ Geschäftsführerin Maria Krusche wissen.

Das israelische Unternehmen, das mit eigenen Mitteln den Überfall auf das Grüne Gewölbe untersucht, nannte weitere Details zu dem Kaufangebot: Die Zahlung für die beiden Brillantgarnituren sollte demnach in der Internetwährung Bitcoin erfolgen.

Dresden - Krimi um die Sicherheitsfirma CGI von Israels Ex-Geheimdienstchef Jacob Perry (75). CGI sei nicht mit Ermittlungen beauftragt, und die Firma habe auch keinen Kontakt zu den Kunstsammlungen aufgenommen. Warum diese der Polizei Dresden mach eigenen Angaben nicht vorliegen, ist nicht bekannt. Die Absender schrieben, ihre Nachricht sei nicht nachzuverfolgen, sie verwendeten verschiedene Verschlüsselungstechniken. Bei den angebotenen Schmuckstücken handele es sich um den Sächsischen Weißen Brillanten und den Polnischen Weiße-Adler-Orden.

Zwei Unbekannte waren am frühen Morgen des 25. November in das berühmte Schatzkammermuseum des 18. Jahrhunderts im Erdgeschoss des Residenzschlosses eingedrungen. Als die Polizei eintraf, waren Diebe und Beute verschwunden.

Im Dresdner Schloss ist am Freitag das Sicherheitspersonal aufgestockt worden.

Nach Angaben von CGI kam der Auftrag von einer Dresdner Anwaltskanzlei, die im Umfeld des Vereins "Freunde der Staatlichen Kunstsammlungen" agiert. Eine heiße Spur gibt es den Ermittlern zufolge aber nicht.

Die Dresdner Behörden gehen angesichts von insgesamt vier Tätern - zwei fuhren das später in Brand gesetzte Fluchtauto - von einer Bande aus. Noch ist das historische Grüne Gewölbe, in dem sich auch das Juwelenzimmer befindet, für Besucher geschlossen. Wann es wieder öffnet, steht derzeit noch nicht fest.

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