BMW klettert auf Spitzenplatz in China

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Hier will BMW im laufenden Jahr weiter deutlich zulegen. Der Absatz bei Smart ging um 9,3 Prozent zurück, unter anderem weil Daimler die Marke auf rein elektrischen Antrieb umstellt.

Der starke Dezemberabsatz hat Audi in der Jahresbilanz ein Plus von 1,8 Prozent auf 1,846 Millionen an Kunden ausgelieferte Autos beschert. Der Kleinwagen Mini hat ein schwieriges Jahr hinter sich, der Absatz schrumpfte um 4,1 Prozent auf 347 000 Autos.

Renner des Luxus-Labels ist der SUV "Cullinan": "Die weltweite Nachfrage nach unserem SUV Cullinan hat diesen Erfolg vorangetrieben und wird sich voraussichtlich im Jahr 2020 stabilisieren", so Torsten Müller-Ötvös, CEO von Roll-Royce Motor Cars, in einer Mitteilung.

Der viel postulierten Mobilitätswende zum Trotz fechten BMW, Audi und Daimler den Kampf um die Spitze im Oberklassesegment vor allem über den Verkauf von schweren SUVs aus. Im vergangenen Jahr lieferte Volkswagen dort von seiner Kernmarke inklusive der Billigmarke Jetta 3,16 Millionen Fahrzeuge aus. Der Absatz stieg auf 723 680 Autos, China-Chef Jochen Goller sprach von einem "hochwertigen Wachstum". Wegen sinkender Gewinne und hoher Kosten für neue Technik spart der Dax-Konzern aufgelegt und will mehr als 10.000 Stellen streichen. Daimler hatte im vergangene Jahr inklusive Smart 2,46 Millionen Autos verkauft, davon 2,34 Millionen Mercedes-Benz. "Nach einem durchwachsenen ersten Halbjahr haben wir in der zweiten Jahreshälfte erfolgreich aufgeholt", sagte Vertriebschefin Hildegard Wortmann in Ingolstadt. Die VW-Tochter erholt sich allmählich von den Folgen des Dieselskandals, aber die Verkaufszahlen 2019 liegen immer noch unter denen von 2016 und 2017. BMW legt nun als Erster Verkaufszahlen für 2019 vor - und bejubelt einen neuen Rekordabsatz. "Trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen" könne "eine positive Bilanz für das Jahr 2019" gezogen werden, hieß es zu den fast 1,85 Millionen Auslieferungen der Marke mit den vier Ringen. Zudem lasteten zwischenzeitlich Produktionsprobleme der SUV-Modelle GLE und GLS in den USA auf dem Absatz. Insgesamt ist vor allem ein Segment besonders gefragt. Nota wertete die Summe von 2,52 Millionen Autos der Marken BMW, Rolls-Royce und Mini als Beleg dafür, dass der Konzern "weiterhin der weltweit führende Premiumhersteller" sei. Die von Januar bis einschließlich Dezember verkauften Fahrzeuge sind gleichbedeutend mit einem leichten Plus von 1,8 Prozent. Mit insgesamt rund 2,17 Millionen Fahrzeugen verzeichneten die Münchner einen Zuwachs von zwei Prozent. An der alten Rangfolge - Mercedes vor BMW - wird sich also tatsächlich nichts geändert haben.

Das boomende Geschäft mit SUVs hat BMW im vergangenen Jahr zu einem weiteren Absatzrekord verholfen.

Der neue Audi A6 50 TFSI e quattro auf einer Motorshow in Brüssel. BMW hat noch keine detaillierten Zahlen für die eigene Stammmarke vorgelegt, Mercedes war aber schon bis November mit mehr als 160.000 Autos Vorsprung de facto uneinholbar.

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