Mehr als 6000 Tote durch Masern im Kongo

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Es sei der derzeit schlimmste Masern-Ausbruch weltweit: Mehr als 6000 Menschen sind in der Demokratischen Republik Kongo an den Masern gestorben, berichtet die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Seit Anfang letzten Jahres wurden rund 310.000 Masernverdachtsfälle gemeldet. Das sind rund dreimal so viele wie bei der Ebola-Epidemie.

Die Masern sind der WHO zufolge eine der weltweit größten und gefährlichsten Todesursachen für Kinder.

Kein Kind sollte dem unnötigen Risiko des Todes durch eine Krankheit ausgesetzt werden, die einfach durch eine Impfung verhindert werden kann, betonte Moeti.

Dass sich die Krankheit in dem zentralafrikanischen Land so schnell ausbreitet, liegt unter anderem an der schlechten Infrastruktur und daran, dass längst nicht alle Menschen Zugang haben zu einer routinemäßigen Gesundheitsversorgung.

Im vergangenen Jahr wurden im Kongo zwar 18 Millionen Kinder unter fünf Jahren gegen die Masern geimpft. Darüber hinaus fehle es an Geld. Verursacht wird sie durch das hochansteckende Masernvirus. Neben dem Masern-Ausbruch ist das Land auch seit mehr als einem Jahr mit einer verheerenden Ebola-Epidemie konfrontiert. Laut WHO starben im Jahr 1980, als die Impfung noch nicht überall eingeführt war, schätzungsweise 2,6 Millionen Menschen an den Masern.

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