USA haben laut Insider Gespräche mit Taliban wieder aufgenommen

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Das bestätigte ein Sprecher des politischen Büros der Taliban auf Twitter. Die Gespräche seien am Samstag in Doha fortgesetzt worden.

Zuvor hatte Trump bei einem Truppenbesuch in Afghanistan eine Wiederaufnahme der Gespräche angekündigt. Die Verhandlungen seien an jenem Punkt fortgesetzt worden, wo sie im September abgebrochen worden waren. Die Taliban wollten "einen Deal machen". Die Verhandlungen würden am Sonntag fortgesetzt, fügte er hinzu.

Die Taliban, die die Regierung in Kabul als Marionette der USA ansehen, haben bisher eine Waffenruhe abgelehnt.

Trump strebt ein Ende des 18-jährigen Bürgerkriegs in Afghanistan an - nicht zuletzt, um bei der Präsidentschaftswahl 2020 einen außenpolitischen Erfolg vorweisen zu können. Derzeit sind in dem Land noch rund 13.000 US-Soldaten stationiert.

Mehr als ein Jahr lang hatten die USA mit den Taliban verhandelt, bis der US-Präsident die Gespräche Anfang September überraschend aufkündigte. Dies lehnte die Terrorgruppe jedoch stets ab, weshalb alle Fragen hinsichtlich einer möglichen künftigen Machtteilung zwischen den Taliban und der Regierung als besonders heikel gelten.

Das US-Außenministerium hatte am Mittwoch für eine Waffenruhe geworben und damit der Regierung von Präsident Aschraf Ghani den Rücken gestärkt. Im Mittelpunkt der Diskussion stehe die Reduzierung der Gewalt, die innerafghanische Verhandlungen und einen Waffenstillstand zur Folge haben werde, teilte eine US-Quelle gegenüber dem Sender mit.

Präsident Ghani hatte die Einigung auf eine Waffenruhe mit den Taliban zuvor als Voraussetzung für die Eröffnung informeller Gespräche mit den Taliban erklärt. Die radikalislamische Miliz verübt in Afghanistan immer wieder tödliche Anschläge auf afghanische Sicherheitskräfte und Zivilisten.

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