AMS am Ziel: Osram-Aktie auf Eineinhalbjahreshoch - Anleger feiern Übernahme

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Außerdem werde man darauf pochen, dass getroffene Zusagen gegenüber den Arbeitnehmern strikt eingehalten würden. "Darüber hinaus werden Investitionen notwendig sein, um die Osram-Standorte zukunftsfähig zu machen", sagte Abel.

Schon am Freitag hatte ams den Erfolg des Angebots gemeldet, nachdem die Mindestannahmeschwelle von 55 Prozent erreicht worden war - mehr dazu in Ams-Angebot für Osram "erfolgreich".

Die IG Metall kündigte nun an, mit ams Zukunftsvereinbarungen abschließen zu wollen, "die den Beschäftigten die Möglichkeit bieten, die Zukunft mitzugestalten und sich entsprechend zu qualifizieren". Die IG Metall und der Osram-Konzernbetriebsrat hatten sich bis zuletzt gegen die Übernahme positioniert. Sie fürchten eine Zerschlagung Osrams, bei der letztlich die Mitarbeiter die Zeche zahlen würden. "Der heutige Erfolg ist auch ein Resultat des konstruktiven und positiven Verhältnisses, das wir aufgebaut haben", sagte AMS-Vorstandschef Alexander Everke, ein ehemaliger Siemens- und Infineon-Manager. Jetzt sei es zwar andersherum, aber die Logik dahinter bleibe dieselbe.

Nach der Bekanntgabe kurz nach Handelsschluss am Freitagabend legte der Börsenkurs der Osram-Aktie zum Wochenbeginn einen deutlichen Sprung um fast 15 Prozent auf rund 44 Euro hin: höher als im gesamten bisherigen Jahr 2019 und mehr als die vom österreichischen Halbleiterhersteller gebotenen 41 Euro. Die Fusion bringe beiden Unternehmen Chancen. Die in Zürich notierten AMS-Titel gaben zeitweise 5,6 Prozent nach. Die Investoren sind offensichtlich zufrieden damit, dass die monatelange Übernahmeschlacht ein Ende gefunden hat.

Die Osram-Aktie Börsen-Chart zeigen setzt nach der Übernahme des deutschen Lichttechnikkonzerns durch AMS zum Höhenflug an. Des weiteren will AMS bis 2022 keine fusionsbedingen Kündigungen zulassen. Danach haben die restlichen Osram-Aktionäre noch einmal zwei Wochen - bis Heiligabend - Zeit, ihre Papiere an AMS zu verkaufen. "Nun gilt es, gemeinsam mit AMS einen Photonik- und Sensorik-Champion von Weltrang auf den Weg zu bringen", erklärte Osram-Chef Berlien. Wie die künftige Konzernstruktur aussehen wird, ist noch offen. Das Joint-Venture von Osram und Continental laufe derzeit "nicht rund", hieß es in dem Bericht.

Zunächst wollte ams die Übernahme mit Krediten finanzieren.

Das Management der AMS AG aus dem steirischen Unterpremstätten hat diese Akquisitation konsequent und professionell durchgezogen.

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