EZB-Chefin signiert Geldscheine:Lagarde verändert Detail auf Euro-Banknoten

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Die neue Chefin der Europäischen Zentralbank lobt den Euro.

Christine Lagarde, seit dem 1. November Europas oberste Währungshüterin, hat in den Räumen der EZB in Frankfurt eine überdimensionierte Banknote unterschrieben. Das forderten Wissenschaftler und Gruppen der Zivilgesellschaft in einem offenen Brief an EZB-Präsidentin Christine Lagarde. Dann nehmen Sie die Banknote doch mal aus dem Geldbeutel und schauen Sie, was auf der Vorderseite, links oben unter der EU-Flagge steht: Eine krakelige Unterschrift, bei der Sie vermutlich ein "M" und "Draghi" lesen können. "Die Unterstützung für den Euro hat ein Allzeit-Hoch erreicht", sagte sie am Mittwoch in Frankfurt anlässlich einer zeremoniellen Unterzeichnung von Euro-Geldscheinen. "Die gemeinsame Währung hat dem Integrationsprozess ein Gesicht gegeben".

"Im Euroraum werden Banknoten für Transaktionen verwendet - im Einzelhandel".

Lagarde nutzt den ersten öffentlichen Termin in der EZB im Frankfurter Osten am Mittwoch - die Geldpolitik wird sie erstmals am 12. Dezember nach der Ratssitzung erläutern - um die Bedeutung der europäischen Gemeinschaftswährung hervorzuheben. Als symbolischen Akt signierte die neue EZB-Chefin auch noch einen übergroßen 20-Euro-Schein. "76 Prozent der Bürger im Euroraum sprechen sich mittlerweile für die gemeinsame Währung aus - das ist ein Allzeithoch", betonte Lagarde.

Die ersten Banknoten mit Lagardes Unterschrift werden voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2020 gedruckt. Das Zahlungssystem ist robust und der Wert des Euro ist stabil. Immerhin gebe es eine Redensart, wonach Vertrauen zu Fuß komme, aber bisweilen auf Pferden verschwinde. Noch im Umlauf befindliche Euro-Scheine mit der Unterschrift von Lagardes Vorgänger Mario Draghi behalten unverändert ihre Gültigkeit.

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