Rebellenhochburg in Syrien: Dutzende Tote bei Kämpfen um Idlib

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Bereits im Juli war es in der syrischen Rebellenhochburg Idlib zu schweren Gefechten zwischen Aufständischen und Regierungstruppen mit mehreren Opfern gekommen. Truppen der syrischen Regierung von Präsident Baschar al-Assad hätten Rebellen in Idlib über das Wochenende schwere Gefechte geliefert, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Großbritannien mit. Dabei sollen nach Medienberichten bis zu 100 Menschen getötet worden sein.

Die Zahl der Todesopfer über das Wochenende sei die höchste seit Inkrafttreten einer Waffenruhe im August, teilten die Aktivisten der Beobachtungsstelle mit. Nach Angaben der Beobachtungsstelle waren mindestens 36 Soldaten der Regierungstruppen unter den Toten. Die Truppen von Machthaber Baschar al-Assad hätten daraufhin Luftangriffe geflogen. Ein AFP-Korrespondent berichtete am Sonntag von dunklen Rauchwolken über der Region Maaret al-Numan nach Luftangriffen auf Stellungen der Rebellen. Die Kämpfe hielten demnach weiter an. Von unabhängiger Seite sind die Angaben kaum zu überprüfen.

Die Rettungsorganisation Weißhelme teilte auf Twitter mit, russische und syrische Kampfflugzeuge hätten ihre Angriffe noch einmal verstärkt.

Syrische Regierungstruppen hatten Ende April eine Offensive gegen die letzte große Rebellenhochburg in Idlib und der benachbarten Provinz Hama begonnen.

In den vergangenen Monaten hatte die Regierung dabei strategisch wichtige Gebiete unter ihre Kontrolle gebracht. Hunderte Zivilisten wurden seitdem getötet, Tausende sind auf der Flucht.

Ende August rief die russische Armee schließlich eine einseitige Waffenruhe aus. Seither war es vergleichsweise ruhig in der Region.

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