Passanten bekämpften London-Attentäter mit Feuerlöscher und Walstosszahn

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Premierminister Boris Johnson sagte bei einem Besuch am Tatort, es ergebe "keinen Sinn, wenn Menschen, die wegen terroristischer Straftaten verurteilt wurden, vorzeitig entlassen werden".

Der 28 Jahre alte Usman Khan hatte der Tageszeitung "The Times" zufolge einen Anschlag auf die Londoner Börse geplant, bevor er 2012 zu 16 Jahren Haft verurteilt wurde. Am 12. Dezember wählen die Briten ein neues Parlament.

Auf im Kurzbotschaftendienst Twitter verbreiteten Aufnahmen waren mehrere Menschen zu sehen, die den Angreifer zu Boden drückten. Die Polizei erschoss ihn, nachdem Passanten ihn offenbar zu überwältigen versucht hatten.

Die Zeitung "Times" berichtet, der 28-Jährige war aus der Haft entlassen worden, nachdem er zugestimmt hatte, eine elektronische Fußfessel zu seiner Überwachung zu tragen.

Diese "Learning together" ("Gemeinsam lernen") genannte Veranstaltung zur Wiedereingliederung von Ex-Häftlingen fand in der Fishmongers' Hall statt - einem denkmalgeschützten Gebäude, das direkt an die London Bridge grenzt. Er habe eine militärische Ausbildungseinrichtung für Terroristen in Kaschmir einrichten wollen.

Sicherheitsminister Lewis sagte in einem TV-Interview, die Polizei fahnde nicht nach weiteren Verdächtigen. Stephen Toope, der Vizekanzler der Cambridge-Universität, zeigte sich gegenüber dem Guardian heute "am Boden zerstört" und meinte, man sei in Kontakt mit der Polizei, betrauere die Toten und hoffe auf eine schnelle Genesung der Verletzten.

Bevor die Polizei der Tat ein Ende setzte hatten mutige Passanten mit dem Terroristen gerungen.

Die britische Polizei hat die Identität des Messerstechers von London Bridge festgestellt.

Der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge soll er Verbindungen zu islamistischen Terrorgruppen gehabt haben.

Khan war 2012 gemeinsam mit acht weiteren Tätern zunächst zu einer Mindesthaftstrafe von acht Jahren verurteilt worden. Das begann bereits in der Fishmonger's Hall, als ein Mann den ganz in Schwarz gekleideten Terroristen mit dem zu Dekorationszwecken ausgestellten Stoßzahn eines Narwals attackierte.

Nun müsse man herausfinden, wie Usman Khan das Attentat ausführen konnte, sagte der Chef der britischen Anti-Terror-Ermittler, Neil Basu. Polizisten erschossen die drei Täter.

Der Angriff weckte auch Erinnerungen an den Anschlag vom 3. Juni 2017, als drei Attentäter auf der London Bridge mit einem Lieferwagen in eine Menschenmenge gerast waren und anschließend im angrenzenden Ausgehviertel rund um den Borough Market wahllos auf Menschen eingestochen hatten. "Der Richter habe seine Pläne als 2ernsthaftes, langfristiges Projekt" bezeichnet und gewarnt, dass Usman K. ein anhaltendes Risiko für die Öffentlichkeit darstellen könnte. Er sei mit 19 Jahren der Jüngste der Gruppe gewesen.

Ursprünglich sollte Usman Khan nicht wieder freigelassen werden, es sei denn, er werde nicht mehr als Bedrohung angesehen. Polizisten erschossen die drei Täter.

Diese Bedingung sei später aufgehoben worden. Welche Rolle Khan bei den Vorbereitungen spielte, ist unklar.

Britischen Medien zufolge ist es auf der London Bridge in der britischen Hauptstadt zu einer Messerattacke. gekommen. Sowohl die konservativen Tories als auch Labour haben versprochen, die Polizei um mindestens 20.000 Sicherheitskräfte aufzustocken.

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