Australien setzt weltweit erste Kameras gegen Handy am Steuer ein

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Big Brother lässt grüssen.

Im australischen Bundesstaat New South Wales sind am Sonntag Überwachungskameras regulär in Betrieb genommen worden, die nicht nur erfassen, ob Automobilisten zu schnell fahren, sondern auch erkennen, ob sie sich am Steuer korrekt verhalten. Die Verkehrsbehörden hoffen auf diese Weise, die Todesopfer im Straßenverkehr in zwei Jahren um ein Drittel senken zu können. Zuerst hatte das die Zeitung Guardian berichtet. Mit den Überwachungskameras soll diese illegale Verwendung der Mobiltelefone erkannt werden.

"Es ist ein System, um die Kultur zu verändern", sagte der NSW-Polizeichef, Michael Corboy, vergangene Woche gegenüber australischen Medien. Rund 135 Millionen Fahrer sollen mit den Kameras jedes Jahr kontrolliert werden. Die Handy-Erkennungskameras verwenden künstliche Intelligenz, um eine illegale Nutzung der Geräte festzustellen.

In den ersten drei Monaten sollen Autofahrer, die hinter dem Steuer ihr Mobiltelefon nutzen, mit einer Verwarnung davonkommen. In einer Schulzone würden gut 300 Franken fällig. In Australien darf man - wie bei uns - mit Freisprecheinrichtung im Auto telefonieren, das Handy als Fahrer aber nicht in der Hand halten. Zudem erhalten die Fahrer Strafpunkte. Alle anderen Tätigkeiten, wie etwa Videoanrufe, Social Media und Fotografieren, sind während der Fahrt verboten.

Bisher seien in diesem Jahr 329 Menschen auf den Strassen von New South Wales gestorben, verglichen mit 354 Menschen im gesamten 2018, so die offizielle Statistik.

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