Tele Columbus kämpft weiter mit Umsatzschwund

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Mit 429.000 Kunden sank die Nutzerzahl um 2.000 (zweites Quartal) beziehungsweise 19.000 Kunden (Vorjahr). Zurückzuführen ist das Ergebnis auf ein organisches Wachstum bei den Internetverträgen im 2. Halbjahr 2019 sowie der im Oktober kommunizierten Entscheidung, das eigene Netz zu öffnen und die daraus resultierende Vereinbarung mit Telefónica Deutschland. Dort sank die Kundenzahl auf 2,2 Millionen. Auch mit Premium TV konnten die Berliner weniger Kunden begeistern. Im Rahmen der Breitbandförderung von Bund und Land wird die Tele Columbus Gruppe ihr glasfaserbasiertes Stadtnetz an rund 3.000 Schulen, Haushalte und Gewerbebetriebe heranführen, die bislang über keine ausreichend schnellen Internet-Zugänge verfügen. Die Anzahl der Haushalte mit rückkanalfähigen Anschlüssen, die somit auch für Kabel-Internet nutzbar sind, legte im dritten Quartal um 6.000 auf 2,35 Millionen (69,6 Prozent) zu.

Trotz des Rückgang der Abonnements seien die Internet- und Telefonie-Umsätze im dritten Quartal im Jahresvergleich um 5,8 Prozent auf 36,6 Millionen Euro gestiegen. Der Verlust hat sich von 24,4 Millionen Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres auf 40,2 Millionen Euro fast verdoppelt. Allerdings hatte das Unternehmen 2018 unter anderem wegen des Aufholbedarfs beim Kapazitätsausbau besonders viel investiert.

Die Stadt Halle (Saale) in Sachsen-Anhalt hat der zur Tele Columbus AG gehörenden Tochtergesellschaft HL komm Telekommunikations GmbH den Zuschlag für den Breitbandausbau erteilt.

Tele Columbus-Chef Timm Degenhardt sieht die Entwicklung insgesamt positiv: "Ich bin sehr zufrieden mit dem sichtbaren Fortschritt, den wir bei der Transformation des Unternehmens machen".

Die Börsengeschichte von Tele Columbus ist wenig erfolgreich.

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