Innogy gewinnt Kunden und verdient weniger | Wirtschaft Überblick

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Daher plane E.ON im Vereinigten Königreich eine Neuordnung seines Vertriebs, um dort aus den Verlusten herauszukommen, erklärte Teyssen. Eon wolle insgeamt in Großbritannien bis 2022 ein deutlich positives Ergebnis erreichen.

Die britische Vertriebstochter von Innogy befinde sich in einer "kritischen und untragbaren wirtschaftlichen Situation", hieß es am Freitag von Innogy selbst kurz nach der Bekanntgabe der Eon-Zahlen. Eon betreut in Großbritannien 5,6 Millionen Kunden, NPower 3,6 Millionen. Der Markt auf der Insel sei stark reguliert, erklärte Eon-Finanzchef Marc Spieker im August. Das operative Ergebnis sank in den ersten drei Quartalen im Vergleich zum Vorjahr von 1,46 Milliarden auf 1,06 Milliarden Euro. Erwartet für das Gesamtjahr wird jetzt ein bereinigtes Konzern-EBIT im Bereich von 3,1 bis 3,3 Milliarden Euro - 200 Millionen mehr als bisher. Das bereinigte Nettoergebnis schätzt das Management nun auf 400 Millionen Euro. Die vorgeschlagene Dividende von 0,46 Euro pro Aktie wurde bestätigt.

Nach der Übernahme von Innogy steigen bei Eon erst mal die Schulden. Sie sei daher auch wenig überraschend. Zum großen Teil gleiche sich dieser Effekt wieder aus, sobald der Teil der erneuerbaren Energien an RWE abgegeben werde. Das bereinigte Nettoergebnis verringerte sich von 458 Millionen auf 212 Millionen Euro.

Die Neunmonatszahlen seien natürlich an vielen Stellen "völlig verzerrt", sagte Teyssen. Dazu gehören zum einen die erneuerbaren Energien, die im Rahmen des Deals im kommenden Jahr an RWE übertragen werden sollen. Obwohl Eon den Umsatz der ersten neun Monate um neun Prozent auf 23,6 Mrd. Die Zahlen liegen laut Konzern allerdings im Rahmen der Erwartungen.

Allerdings sind die Zahlen für Innogy alleine nachvollziehbar: Der Beitrag von Innogy zum bereinigten Ebit der Neunmonatszahlen lag bei 4 Millionen Euro, beim Umsatz waren es 940 Millionen Euro.

Nach der Übernahme des Energiekonzerns Innogy will der größte deutsche Stromversorger Eon bei dessen neuer britischer Tochter NPower einen gravierenden Stellenabbau vornehmen.

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