Fridays for Future: Feuchte Klima-Demo in Nürtingen- NÜRTINGER ZEITUNG

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Außerdem gingen in der Hauptstadt mehr als 20 Jugendliche in der Spree baden - aus Protest für mehr Klimaschutz.

Insgesamt beteiligten sich deutschlandweit 630.000 Menschen an den Klimaprotesten, wie Fridays for Future am Nachmittag mitteilte. In Hamburg waren es demnach etwa 55.000, in München protestierten 33.000.

Anlass für den neuerlichen globalen Klimastreik von Fridays for Future ist auch die UN-Klimakonferenz Anfang Dezember in Madrid, wo es um die Klimaschutzzusagen der Staaten, den internationalen Handel mit CO2-Verschmutzungsrechten sowie die Finanzierung von Klimaschäden durch Dürren und Stürme geht. Die Klimaaktivisten hielten Plakate mit Botschaften wie "Wollt ihr aussterben wie die Dinos - aufwachen!" oder "Spiel nicht mit dem Klima" in die Höhe, machten Musik und ließen sich von den Rednern bei ihrem Zug durch die Innenstadt anheizen. Die Proteste waren Teil eines globalen Klimaaktionstags in mehr als 150 Staaten. Dies treibe die Bewegung an, "weiter laut zu sein".

Auch in Warschau, Budapest, Athen, Rom und Kopenhagen forderten insbesondere junge Menschen verstärkte Anstrengungen zum Klimaschutz. "Das politische Versagen ist dramatisch", sagte sie der "Rhein-Neckar-Zeitung". Denn an diesem Tag fand sich erstmals das sogenannte Klimakabinett zu einem Treffen zusammen, um über Maßnahmen für den Klimaschutz abzustimmen. Bei der am Freitag stattfindenden Demonstration gelte die Teilnahme dieses Mal nicht als Arbeitszeit, sondern als Freizeit, berichtet Unternehmenssprecherin Susanne Henkel.

In Frankfurt am Main kam es am Rande der Proteste laut Polizei zur Blockade von Geschäftseingängen an der Einkaufsstraße Zeil.

Fridays for Future reicht das nicht. Diese zerstörten "unsere Lebensgrundlage".

Peter Fox von der Band Seeed spielt bei der Kundgebung von Fridays For Future am Brandenburger Tor. Das soll die Dringlichkeit des Themas unterstreichen. "Keine Vorkommnisse, alles friedlich", sagte ein Polizeisprecher.

Die größten Demonstrationen im Südwesten werden in Karlsruhe, Stuttgart und Freiburg erwartet.

Hunderttausende Menschen in Deutschland und weltweit haben für einen stärkeren Einsatz der Politik und ein Umdenken jedes Einzelnen im Kampf gegen den Klimawandel demonstriert. Thunberg selbst wird den Protesttag an einem ungewohnten Ort verbringen: Die 16-Jährige segelt gerade auf einem Katamaran über den Atlantik zurück, um an der am Montag beginnenden Weltklimakonferenz sowie an einem großen Protest in Madrid am kommenden Freitag teilnehmen zu können.

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