Plötzlich grellgrün:Gefärbter Fluss in Zürich beschäftigt Polizei

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Heathrow gehört zu den wichtigsten Drehkreuzen weltweit und war - ebenso wie der Londoner Flughafen Gatwick - vor einigen Monaten vorübergehend durch Drohnen lahmgelegt worden. So wurden zum Beispiel die Sperrzonen für Drohnenflüge um Airports auf einen Radius von ungefähr fünf Kilometern ausgedehnt. Die Aktion blieb aber ohne Folgen für die Passagiere.

Die Gruppe "Extinction Rebellion" selbst veröffentlichte Bilder von Aktivisten, die Fahnen schwenken und Transparente an der Gemüsebrücke anbringen.

"Extinction Rebellion" ist ein internationales Netzwerk, das sich dem radikalen Klimaschutz verschrieben hat.

Kurz nach 12 Uhr ging bei der Einsatzzentrale der Stadtpolizei Zürich die Meldung ein, dass die Limmat grasgrün eingefärbt worden sei.

Die polizeilichen Ermittlungen laufen. Es soll sich um eine Aktion von der Gruppierung handeln, aber die Polizei hatte bis Mittwoch keine verdächtigen Personen identifiziert, wie ein Polizeisprecher sagte. Geprüft wird unter anderem, ob die Verursacher den Polizeieinsatz zahlen müssen. Am Ufer sprachen sie mit Passanten über Klimaprobleme.

Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Klimaaktivist*innen der Gruppe Extinction Rebellion (XR) bekannten sich am Nachmittag in einem Facebook-Beitrag zu der Farbaktion. Nach etwa einer halben Stunde war der Farbeffekt verschwunden. "Unser Wasser ist in Gefahr!" Die entnommene Wasserprobe wird vom Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft untersucht.

Dass die chemische Substanz ungefährlich ist, bestätigt auch die Stadtpolizei Zürich am Dienstagabend: "Die chemische Substanz ist für Mensch und Umwelt ungefährlich". Die Behörden ermitteln indes wegen möglicher Verstöße gegen das Gewässerschutzgesetz. Sie wollen damit "auf den bevorstehenden Kollaps unseres Ökosystems und die existenzielle Bedrohung, die dies für das Überleben unserer eigenen Spezies auf diesem Planeten darstellt", aufmerksam machen, wie es in einer Pressemitteilung hieß. Ob es zu einer Anklage kommt, entscheidet die Staatsanwaltschaft.

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