Robert Frank: Weltberühmter Fotograf ist tot

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Der schweizerisch-amerikanische Fotograf Robert Frank ist am Montag in Inverness, Kanada, gestorben.

Der 1924 als Sohn eines Deutschen und einer Baslerin in Zürich geborene Frank galt als einer der einflussreichsten Fotografen des 20. Jahrhunderts.

Er war Fotograf und Filmemacher und galt als Wegbereiter des Independent-Kinos.

1955 erhielt Robert Frank ein Guggenheim-Stipendium, das ihm einen zweijährigen Aufenthalt in den USA ermöglichte. Der gebürtige Schweizer zählt zu den wichtigsten Fotografen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Frank ging mit 23 Jahren in die USA. Sein daraus entstandenes Fotobuch "The Americans" wurde zum Klassiker, Frank revolutionierte hier die Ästhetik der Nachkriegsfotografie: Schräge Einstellungen, angeschnittene Figuren und Bewegungsunschärfen waren ein bis dahin nicht dagewesener Stil. Bei seinen Reisen durch das Land bildete er die die Menschen auf völlig neue Art und Weise ab: spontan, unverstellt, dokumentarisch. Sein erstes Werk "Pull My Daisy" basiert auf einer Szene aus dem nie vollendeten Theaterstück "The Beat Generation" von Schriftsteller Jack Kerouac. Frank drehte rund 30 Filme, alle unabhängig und ohne Budget. Das bestätigte sein Galerist der "New York Times".

Frank war zweimal verheiratet und hatte zwei Kinder.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 10. September 2019 um 16:00 Uhr in den Nachrichten.

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