USA zogen CIA-Spion aus russischen Regierungskreisen ab

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Vielmehr hätten Spekulationen in amerikanischen Medien den Informanten gefährdet. Auch der umstrittene Umgang von US-Präsident Donald Trump und dessen Regierung mit Geheimdienstinformationen habe zum Abzug des Agenten geführt, schreibt der Sender CNN unter Berufung auf namentlich nicht genannte Personen.

Auch die "New York Times" ("NYT") berichtet umfangreich über den Fall. Das berichtet der Sender CNN am Montag unter Berufung auf mehrere Insider aus Regierungskreisen. Der amerikanische Auslandsgeheimdienst CIA habe den Moskauer Spion wegen einer drohenden Enttarnung außer Landes gebracht. Geheimdienste seien aber auch wegen Trumps privaten Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin im Juli desselben Jahres alarmiert gewesen.

Mike Pompeo, der damals CIA-Chef war, sagte danach laut dem Bericht einigen Beamten aus Trumps Umfeld, dass es "zu viele Informationen in Bezug auf die verdeckte Quelle zum Vorschein gekommen sind".

Der Sprecher des jetzigen US-Außenministers wollte sich auf CNN-Anfrage nicht dazu äußern.

Der Informant hat laut den Berichten als einer der verlässlichsten Quellen für Informationen über den Kremlchef Wladimir Putin gegolten.

Für die Geheimdienste dürfte der Verlust der Quelle einen erheblichen Rückschritt bedeutet haben. Die Identität des Spions sei weiterhin geheim. "Und so jemanden zu verlieren, ist eine große Sache". Das kann nur einmal in einer Generation funktionieren, wenn überhaupt. "Ihn oder sie zu schützen, beutet eine große Herausforderung", schrieb Sipher auf Twitter.

Das Vertrauensverhältnis zwischen Donald Trump und der CIA ist zerrüttet. CNN zufolge stand der Mann in unmittelbarem Kontakt mit Putin und arbeitete jahrzehntelang für den US-Geheimdienst. Nach amerikanischen Medienberichten soll dieser aber im Jahr 2017 abgezogen worden sein. "Die Veröffentlichung dieses Bildes scheint nicht dem üblichen Umgang der US-Politik mit solchen Informationen zu entsprechen", schrieb zum Beispiel eine Satellitenbild-Expertin von der Universität Stanford.

Die Geheimdienste sind zudem überzeugt, dass Moskau sich mit Hackerangriffen und anderen Methoden in den US-Wahlkampf 2016 eingemischt hat, um Trump zu helfen.

Sonderermittler Robert Mueller hatte fast zwei Jahre lang untersucht, ob das Wahlkampflager von Trump geheime Absprachen mit russischen Regierungsvertretern zur mutmaßlichen Einmischung Moskaus in den US-Wahlkampf getroffen und ob Trump als US-Präsident später die Justizermittlungen dazu behindert hatte. Ende März legte Mueller einen Abschlussbericht vor, der in Teilen geschwärzt veröffentlicht wurde. Die bange Frage: Was könnte der Präsident noch alles weitererzählen?

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