Supermärkte in den USA untersagen offenes Tragen von Waffen - Panorama

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Nach der jüngsten Serie schwerer Schusswaffenangriffe in den USA haben mehrere Handelsketten ihre Kunden aufgefordert, nicht mehr offen Waffen in ihren Geschäften zu tragen - oder erst gar keine Waffen mitzubringen. Wegmans wiederum will, ebenso wie Walgreens, zumindest das offene Tragen von Waffen verhindern und erklärte zur Begründung: "Der Anblick von jemanden mit einer Waffe kann Angst und Erschrecken auslösen".

Kroger schloss sich auch Walmarts Forderung an die Politik nach strengeren Waffengesetzen an. Zuvor hatten das auch die Supermarktketten Walmart und Kroger angekündigt. Filialen mussten vorsorglich evakuiert und die Polizei verständigt werden. "Diese Vorfälle sind besorgniserregend und wir würden sie gerne vermeiden". Missverständnisse könnten dabei leicht zu "tragischen Ergebnissen" führen, hieß es weiter. Das verdeckte Tragen von Waffen in den Läden bleibt indes weiter erlaubt.

Auch der Verkauf von Munition soll nach Abverkauf der Lagerbestände eingestellt werden, verkündete Walmart-Chef Doug McMillon zu Beginn der Woche. Die Waffenlobby hatte die Ankündigung kritisiert.

Es ist beschämend zu sehen, dass sich Walmart dem Druck der Anti-Waffen-Eliten beugt.

Demnach würden sich Kunden anderen Händlern zuwenden, "die die amerikanischen Grundrechte stärker unterstützen". Es brauche vor Waffenkäufen strengere Überprüfungen der Kunden, erklärte eine Geschäftsführerin des Unternehmens, Jessica Adelman, gegenüber dem Sender CNBC. Die NRA ist eine der mächtigsten Lobbygruppen in den USA.

Es dürfte indes nicht ganz einfach sein, zu garantieren, dass die neue Regel auch eingehalten wird: Was passiert zum Beispiel, wenn sich ein bewaffneter Kunde vehement weigert, seine Pistole oder sein Gewehr wegzupacken?

Vor rund einem Monat war es in einer Walmart-Filiale im texanischen El Paso zu einem Massaker gekommen, bei dem 22 Menschen starben. Am vergangenen Sonntag tötete dann ein Amok-Schütze im westlichen Texas sieben Menschen.

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