Großbritannien: Teenager aß nur Pommes und Chips - und ist jetzt blind

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Nun ist sein Sehnerv geschädigt.

Die Ärzte stellten fest, dass dem Jungen neben Vitamin B12 auch Vitamin B sowie die Spurenelemente Selen und Kupfer fehlten. Zudem ist er fast taub. Wie die britische BBC berichtet, sei der Junge normalgewichtig, aber dabei vollkommen mangelernährt. Der Fall wurde im US-Fachjournal "Annals of Internal Medicine" vorgestellt.

Der Junge habe sich seit der Grundschule im Wesentlichen "von einer Portion Pommes täglich aus dem örtlichen 'Fish and Chips'-Laden" ernährt, sagte die Ärztin Denize Atan von der behandelnden Augenklinik. Auch etwas Schinken habe er ab und zu gegessen, allerdings verzichtete er komplett auf Obst und Gemüse. Der Junge erklärte laut der Augenärztin, er habe eine Aversion gegen die Konsistenz vieler Lebensmittel. Als der Brite mit 14 Jahren zum Hausarzt ging, weil er sich kraftlos und müde fühlte, stellte dieser einen Mangel an Vitamin B12 fest und verschrieb ihm entsprechende Präparate.

Den Empfehlungen, Vitaminzusätze zu nehmen und gesünder zu essen, sei der Patient aber nicht gefolgt. Laut dem Fachbericht leidet der Betroffene an der Essstörung ARFID (Avoidant/Restrictive Food Intake Disorder, deutsch: Vermeidende/Einschränkende Ernährungsstörung).

Der "Independent" zitierte seine Mutter mit den Worten: "Er hat kein Sozialleben, er musste sein Studium abbrechen, weil er nichts hört oder sieht. Es ist ein Albtraum". Vor rund drei Jahren klagte er über Unwohlsein und Müdigkeit, später sogar über Hörminderung.

Die Autoren der Studie betonen, dass mit einer schlechten Ernährung häufig Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht oder Krebs in Verbindung gebracht würden.

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