US-Rapper Asap Rocky vor schwedischem Gericht wegen Körperverletzung verurteilt

Einstellen Kommentar Drucken

US-Rapper ASAP Rocky ist in Schweden wegen einer Straßenschlägerei zu einer Gefängnisstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Die Angeklagten hatten zugegeben, den 19-Jährigen geschlagen und getreten zu haben. Ins Gefängnis müssen sie aber nicht, wie das Bezirksgericht Stockholm am Mittwoch bekanntgab. Von einer eigentlich fälligen zusätzlichen Verurteilung zu einer Geldstrafe nahm das Gericht aufgrund der knapp 31-tägigen Untersuchungshaft Abstand, die gegen die Angeklagten verhängt worden war. Das Opfer wird finanziell entschädigt. Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor sechs Monate Haft gefordert.

Gegen das Urteil kann nun innerhalb von drei Wochen Berufung eingelegt werden. A$AP Rocky sei vom Beschluss des Gerichts jedoch sehr enttäuscht, er habe auf Freispruch gehofft. Er und zwei seiner Begleiter hatten sich in Schweden wegen Körperverletzung vor Gericht verantworten müssen.

Wegen des Vorfalls sassen die drei mehr als vier Wochen lang in Untersuchungshaft, mehrere Konzerte von Asap Rocky mussten deshalb abgesagt werden. Nach Verhandlungsende wurden sie auf freien Fuß gesetzt und reisten zurück in die USA. Reality-TV-Star Kim Kardashian und Popsänger Justin Bieber hatten sich auf die Seite des 30-Jährigen geschlagen und seine Freilassung gefordert. Er hob die Unabhängigkeit der Justiz seines Landes hervor und sagte: "In Schweden sind vor dem Gesetz alle gleich, das gilt auch für Gäste aus anderen Ländern".

Man sah es als erwiesen an, dass die drei Angeklagten ihr Opfer auf offener Straße zusammengeschlagen hatten. Sie hätten sich "nicht in einer Lage befunden, in der ihnen Selbstverteidigung zustand".

Allerdings sei die Tat auch nicht so schwerwiegend gewesen, dass sie dafür ins Gefängnis müssten.

Nach schwedischem Strafrecht ist mit diesem Bewährungsurteil ("villkorlig dom") die Sache erledigt. Nicht nur, weil Asap Rocky bereits seit seinem Debütalbum "Long Live Asap" aus dem Jahr 2013 - auf dem Lieder wie "Fuckin' Problems" oder auch "PMW" (Akronym für Pussy, Money, Weed) die Gangsterattitüde des Künstlers hervorhoben - ein international erfolgreicher Hip-Hop-Musiker ist. Verstößt er dagegen, kann das Gericht den Schuldspruch aufheben und durch eine höhere Strafe ersetzen.

Diesen Samstag gastiert Asap Rocky am Royal Arena Festival in Orpund.

Comments