Mögliches Kirchner-Comeback: Argentiniens Peso bricht nach Vorwahlen ein

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Gegenüber dem US-Dollar brach er zwischenzeitlich um 33 Prozent ein auf über 60 Peso je Dollar und hat sich mittlerweile bei 52 Peso/USD eingependelt.

Der Kurs des argentinischen Peso ist nach den Vorwahlen zur Präsidentschaftswahl eingebrochen. Fernandez ist der frühere Kabinettschef von Ex-Präsidentin Cristina Kirchner, die sich nun an seiner Seite um das Amt der Vizepräsidentin bewirbt. Ihr wird im Gegensatz zu Macri ein ausgesprochen angespanntes Verhältnis zu ausländischen Investoren nachgesagt. Die verpflichtenden Vorwahlen dienen zur Bereinigung des Bewerberfeldes und gelten als wichtiger Stimmungstest für die Präsidentenwahl im Oktober.

Die Vorwahl sind eine Besonderheit in Argentinien - der Heimat von Fußballstar Lionel Messi. In ihre Amtszeit fällt der Kampf gegen Anleihebesitzer, die sich nicht an staatlichen Umschuldungen beteiligen wollten. Die Vorwahlen haben damit den Charakter einer Generalprobe für die Präsidentschaftswahl.

Fernandez landete 15,5 Prozentpunkte vor Macri. Falls sich die Ergebnisse der Vorwahl wiederholen sollten, würde Fernández bei dem Urnengang gleich in der ersten Runde gewinnen. Falls eine Stichwahl nötig ist, soll diese am 24. November stattfinden. Macri versprach, seine Bemühungen zu verstärken.

Die Kurseinbrüche an der Börse in Buenos Aires erreichten bei einigen Titeln am Montag fast 50 Prozent. Macri traf sich zu Beratungen mit Zentralbankchef Guido Sandleris. Das südamerikanische Land steckt bereits seit vergangenem Jahr in einer Rezession.

Auch aus fundamentaler wirtschaftlicher Sicht sieht es düster für das Land aus: Die Inflation liegt bei 56 Prozent und die Arbeitslosigkeit bei über 10 Prozent.

Vergangenes Jahr hatte die argentinische Währung durch zwei Währungskrisen 50 Prozent ihres Wertes verloren. Die Regierung in Buenos Aires beantragte daher beim Internationalen Währungsfonds (IWF) ein Darlehen in Höhe von mehr als 57 Milliarden Dollar (50,87 Milliarden Euro).

Rund 32 Prozent der Bevölkerung leben laut Statistiken in Armut.

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