Leichen von zwei Tatverdächtigen nach drei Morden in Kanada gefunden

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Winnipeg. Sie sollen drei Morde begangen haben und waren wochenlang durch Kanada geflüchtet - jetzt ist klar, dass die gesuchten Tatverdächtigen tot sind. Die Polizei suchte mit Hunden, Drohnen, Hubschraubern und sogar Militärflugzeugen nach den beiden aus dem Städtchen Port Alberni an der kanadischen Westküste.

Die Großfahndung nach den beiden mutmaßlichen Tätern endete nun in einem dicht bewaldeten Gebiet im Norden von Manitoba nahe dem Ort Gillamin, wo auch Bären und Wölfe leben. Schließlich verlor sich ihre Spur in der Wildnis der Provinz Manitoba, aus der schließlich der Leichenfund gemeldet wurde. Die Polizei hatte zuletzt ein leeres Aluminiumboot und dann "mehrere Objekte" entdeckt, die direkt in Verbindung zu McLeod und Schmegelsky standen. Bei ihrer Flucht legten die beiden Teenager am Ende mehr als 3000 Kilometer zurück. "Das entspricht einer Reise von London nach Moskau", sagte der Polizist Kevin Hackett am Mittwoch.

Sie wurden verdächtigt, Mitte Juli zunächst in der Pazifikprovinz British Columbia ein junges Touristenpärchen - sie 24 und aus den USA, er 23 und aus Australien - und dann einige Autostunden entfernt einen 64 Jahre alten kanadischen Botanik-Lehrer ermordet zu haben.

Die Suche wurde in ganz Kanada mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Das Motiv für die Morde ist noch völlig unklar. Die Leichen waren am 15. Juli im Norden der Provinz an einer Landstrasse entdeckt worden. "Es wird extrem schwierig, das Tatmotiv mit Sicherheit festzustellen", sagte Hacket. Vier Tage später wurde das ausgebrannte Auto von McLeod und Schmegelsky gefunden. "Wir werden nicht die Möglichkeit haben, die beiden Verdächtigen zu verhören".

Der Vater eines der beiden Tatverdächtigen hatte in einem Interview gesagt, sein Sohn habe sich nie von der Scheidung der Eltern erholt.

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