Nordkorea hat wieder Raketen abgefeuert - Medien

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Er spricht zudem von einer "Entschuldigung", die er von Kim erhalten habe. Hingegen kritisiert der US-Präsident Militärübungen der USA mit Südkorea. Dennoch hat das Land mehrere Raketentest durchgeführt seitdem Staatschef Kim Jong-un und Donald Trump bei ihrem Treffen am 30. Juni neue Gespräche über eine atomare Abrüstung des abgeschotteten Landes verabredet hatten. Kim habe ihm einen "sehr schönen" und "sehr positiven" Brief geschrieben, sagte Trump.

Nach Angaben südkoreanischer Regierungsvertreter feuerte Nordkorea nahe der Stadt Hamhung an der Ostküste zwei - mutmaßlich ballistische - Kurzstreckenraketen ab. Auch das Präsidentenbüro in Seoul bestätigte den Raketenabschuss. Der nordkoreanische Machthaber sei darüber nicht glücklich gewesen, sagte Trump.

Trump twitterte dagegen am Samstag, Kim habe ihm in einem langen Schreiben "sehr nett" bekundet, dass er nach dem aktuellen Manöver der Streitkräfte der USA und Südkoreas bereit für ein Treffen und für Verhandlungen sei.

"Wir sehen die Möglichkeit weiterer Raketentests, da Nordkorea derzeit seine Militärübungen im Sommer durchführt und auch die kombinierten Militärübungen Südkoreas mit den USA anlaufen", zitierte Yonhap aus der Stellungnahme des Militärs. Trump schrieb: "Ich freue mich darauf, Kim Jong Un in nicht allzu ferner Zukunft zu sehen!" Zuletzt hatte Pjöngjang am Dienstag zwei Kurzstreckenraketen abgefeuert - nur einen Tag nach Beginn von Militärübungen zwischen den USA und Südkorea. Details über das Ausmaß der Manöver waren zunächst nicht bekannt. Die Führung in Pjöngjang hat das Manöver scharf verurteilt und seine Waffentests als Warnung an Südkorea und die USA bezeichnet. Dabei nannte er die von Nordkorea kritisierten laufenden amerikanisch-südkoreanischen Militärmanöver am Samstag "lächerlich und teuer". Die Fluggeschosse flogen demnach rund 400 Kilometer weit und stürzten ins Japanische Meer, berichtet die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap. Die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA erklärte, Kim habe die Erprobung einer neu entwickelten "taktischen" Waffe "geleitet".

Schon bei vorherigen Provokationen aus Nordkorea hatten sich die US-Regierung und vor allem Trump zuletzt auffallend zurückhaltend geäußert. Allerdings werde man die Sanktionen gegen Nordkorea aufrechterhalten, solange Pjöngjang nicht sein Atomprogramm aufgebe.

Nach dem Scheitern ihres Gipfeltreffens im Februar in Vietnam weckte das Treffen neue Hoffnung auf Fortschritte in den festgefahrenen Verhandlungen über das Atomprogramm Nordkoreas. Der Abschuss ballistischer Raketen kurzer, mittlerer und langer Reichweite ist Nordkorea - das mehrfach Atombomben getestet hat - durch UN-Resolutionen verboten. Derartige Raketen sind in aller Regel Boden-Boden-Raketen, die einen konventionellen, chemischen, biologischen oder atomaren Sprengkopf befördern können.

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