Forscher entdecken drei neue Planeten - einer womöglich bewohnbar

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Die Gruppe, darunter Göttinger Forscher, präsentiert die Exoplaneten im Journal "Astronomy & Astrophysics".

Dieser GJ 357 b genannte Planet entpuppte sich als etwa 22 Prozent größer als die Erde und umkreist seinen Stern elfmal näher als der sonnennächste Planet Merkur unser Zentralgestirn. Dazwischen aber klafft eine auffallende Größenlücke: Es gibt um die Sonne weder Supererden noch Sub-Neptune mit zwei bis vierfachem Erdradius, obwohl diese beiden Planetentypen um andere Sterne durchaus häufig sind.

Doch auch unter den bisher bekannten Exoplaneten existiert eine Größenlücke. Die NASA gab ihm diesen Namen, weil er das 270. Der Planet umkreist seinen Stern in 55,7 Tagen.

Cambridge/Wien. Nasas Planetenjäger TESS (Transiting Exoplanet Survey Satellite) hat gleich drei neue Welten entdeckt.

"Diese drei Exoplaneten gehören zu den kleinsten und nahesten durch Transit beobachtbaren Planeten die wir bisher kennen", so Maximilian Günther vom Massachusetts Institute of Technology (MIT), der mit seinem Team die Beobachtungsdaten analysiert hat. Bei Planet c und d handelt es sich demnach höchstwahrscheinlich um Sub-Neptune.

"Dieses System ist wirklich sehr aufregend und für uns Wissenschaftler geradezu wie eine Art Labor, in dem man so viel tun kann", so Günther abschließend. Allein auf Basis der TESS-Daten konnten die Astronomen diese noch nicht bestimmen. Ein glücklicher Umstand aber könnte dies mit anderen Methoden ermöglichen: "Die Planeten von TOI-270 reihen sich auf die wie Perlen an einer Schnur", erklärt Günther. Denn die Umlaufzeiten der drei Himmelskörper bilden eine sogenannte Resonanzkette - ihre Umlaufzeiten stehen jeweils im Verhältnis ganzer Zahlen. Auch die Massen könnten sich mithilfe dieses Verhaltens leichter ermitteln lassen. Die Nähe zum Stern schaffe eine besonders helle Umgebung zudem sei der leuchtende Mittelpunkt ungewöhnlich ruhig.

Gibt es weiter außen noch unentdeckte Erdzwillinge?

Und auch hier wird es für die Suche nach möglichem Leben in dem System um TOI-270 wieder spannend, denn dessen habitable Zone dehnt sich über die Bahnen der bislang bekannten Planeten hinaus aus. Zwar liegen alle drei Planeten mit einer Umlaufzeit von 3,2, 5,6 und elf Tagen zu weit innen für die habitable Zone.

Und obwohl der äußerste Planet (TOI-270d) selbst zwar nicht lebensfreundlich ist, könnte er dennoch Monde besitzen, auf denen Leben möglich sein könnte. "Auch beim Stern TRAPPIST-1 wurden zunächst nur drei Planetensignale entdeckt, die sich dann als Teil einer Resonanzkette aus sieben Planeten erwiesen haben". -270 und seinen Planeten könnte bald das James Webb Weltraumteleskop der NASA liefern, das 2021 ins All starten soll. Umkreist wird er von mindestens drei Planeten, die nun mit dem TESS-Teleskop entdeckt wurden: Ein Felsplanet (TOI-270b), der gerade einmal etwas größer ist als unsere Erde, und zwei sog. "TOI-270 ist ein wahres Disneyland für die Exoplanetenforschung", sagt Günther.

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