Experte für Geiselnahmen bei Verhandlung von A$AP Rocky

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Zur Unterstützung des in Schweden inhaftierten Rappers A$AP Rocky ist ein amerikanischer Sondergesandter für Geiselnahmen bei der Verhandlung in Stockholm anwesend. Botschafter Robert O'Brien reise auf Verlangen des Weißen Hauses, erklärte am Dienstagabend eine Sprecherin des Außenministeriums in Washington. Die schwedische Nachrichtenagentur TT hatte zuvor berichtet, O'Brien habe dem Auftakt der Gerichtsverhandlung in Stockholm beigewohnt.

Asap Rockys Fans, Kollegen aus der Musikszene und Politiker bis hin zu US-Präsident Donald Trump setzten sich für den Rapper ein. Der 30-jährige Musiker, der mit bürgerlichem Namen Rakim Mayers heisst, muss sich wegen Körperverletzung verantworten. Die Sprecherin des Ministeriums nannte keine Einzelheiten zu O'Briens Mission. Er wurde wenige Tage später festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Der Musiker veröffentlichte seinerseits Videoaufnahmen, die seine Schilderung untermauern sollten.

Staatsanwalt Daniel Suneson überzeugte die Argumentation des 30-Jährigen nicht.

A$AP-Anwalt Slobodan Jovicic erklärte zu Beginn des Gerichtsverfahrens, dass der junge Musiker und zwei seiner Begleiter sich bei der Straßenschlägerei vor etwa vier Wochen nur verteidigt hätten. Neben Aufnahmen von einer Überwachungskamera und weiteren Videos zeigte der Staatsanwalt Fotos von den Schnittwunden am Körper des 19-jährigen Opfers. Daraufhin sei er von einem Bodyguard geschubst worden. Für das Verfahren wegen Körperverletzung hat das Gericht drei Tage angesetzt. Für Donnerstag ist die Aussage von ASAP Rocky angesetzt. Bei einem Schuldspruch drohen dem Rapper im Höchstfall zwei Jahre Haft und eine Geldstrafe.

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