Deutschland - Videoüberwachung und Ausweispflicht: Ein Freibad rüstet auf

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Überdies müssen sich die Besucher nun zusätzlich mit einem kleinen Armbändchen kennzeichnen, welches am Kassenhäuschen ausgegeben wird. Die Gruppe junger Männer hatte Sprungbrett und Rutsche belagert und andere Gäste nicht durchgelassen.

Zwei Ermittlungsverfahren seien eingeleitet worden: eines wegen Beleidigung eines Polizisten, ein weiteres wegen Beleidigung und Bedrohung einer Bademeisterin.

Nachdem nordafrikanische Jugendliche wiederholt im Düsseldorfer Rheinbad randalierten und für Polizeieinsätze sorgten, führt die Stadt eine Ausweispflicht für sämtliche Badegäste ein.

Die Polizei räumte das Freibad am Freitag zum wiederholten Mal, nachdem eine grössere Gruppe von jungen Männern Sprungbrett und Rutsche in Beschlag genommen hatte.

Ein Polizeisprecher hatte am Wochenende über die Gruppe gesagt: "Augenscheinlich handelte es sich bei der Personengruppe um 50 bis 60 Jugendliche und junge Männer mit Migrationshintergrund nordafrikanischen Typus". Bei den Rädelsführern seien die Personalien festgestellt worden, sie haben einen deutschen Pass. Die Bademeister konnten sich nicht durchsetzen.

Die per Notruf alarmierte Polizei in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt hatte in der Sommerhitze etwa 1500 Besucher aus dem Becken und von den Wiesen nach Hause geschickt. Der Hinweis auf Haus- und Baderegeln verpuffte. Auf diese Weise fallen Unbefugte schneller auf.

Am Eingang des Rheinbads in Düsseldorf wird auf die Videoüberwachung hingewiesen. Dagegen sagte Geisel am Montag, es seien "deutlich weniger" Jugendliche auffällig geworden. "Vielmehr sollte jeder Besucher ein Lichtbilddokument abgeben und dafür ein Bändchen mit einer Nummer erhalten", so Engstfeld.

Nach dem neuerlichen Vorfall platzte Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) der Kragen: "Eine solche erneute Provokation ist vollkommen inakzeptabel", erklärte das Stadtoberhaupt.

Das Personal des Rheinbades wird auch weiterhin von Sicherheitskräften unterstützt. Beim Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) bestätigt man eine gestiegene Nachfrage nach Sicherheitskräften für Freibäder. Diese Einschätzung teilt Geisel nicht, wie er gegenüber ZDF sagt: "Meine Kinder gehen auch ins Bad. Zudem wäre im Bedarfsfall eine sofortige Abschiebung von vollziehbar ausreisepflichtigen Beteiligten ein Schritt zur Rückkehr von mehr Ordnung in den Freibädern", so AfD-Fraktionsvorsitzender Markus Wagner.

Geisel ergänzte, dass diese "ausländerrechtlichen Konsequenzen" die "zuständigen Behörden" zu entscheiden hätten.

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