Apple trotzt iPhone-Schwäche: Quartalszahlen besser als erwartet

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Apple hat im letzten Quartal besser abgeschnitten als erwartet. Das Geschäft mit dem iPhone schwächelt nach wie vor.

Rechnet man das iPhone heraus, wuchs das restliche Geschäft des Konzerns um 17 Prozent, wie Apple vorrechnete. Insgesamt erzielte Apple im vergangenen Quartal mehr Umsatz und Gewinn als erwartet. Der amerikanische Elektronikkonzern ist in den vergangenen drei Monaten wieder auf Wachstumskurs zurückgekehrt. Nach zwischenzeitlichen Verlusten hat die Apple-Aktie seit Jahresbeginn rund ein Drittel an Wert gewonnen.

Insgesamt meldete Apple für das am 29. Juni zu Ende gegangene dritte Quartal des Geschäftsjahres 2018/2019 ein Umsatzplus von einem Prozent auf 53,8 Milliarden Dollar.

"Wir sind tatsächlich auf dem chinesischen Festland gewachsen", sagte Konzernchef Tim Cook der Nachrichtenagentur Reuters.

Analysten hatten im Schnitt mit 53,4 Milliarden Dollar gerechnet. Dieser war mit 2,18 Dollar pro Anteilsschein zwar höher als die Analystenprognose von 2,11 Dollar, lag aber sieben Prozent niedriger als im Juni-Quartal 2018. Laut Schätzungen von Refinitiv sank der iPhone-Umsatz um 12 Prozent auf 25,99 Milliarden US-Dollar, was in etwa den Erwartungen von 25,96 Milliarden US-Dollar entsprach. Zum ersten Mal seit langer Zeit stand das Gerät damit für weniger als die Hälfte des Konzernumsatzes. Im zweiten Quartal waren sie aber noch um 22 Prozent eingebrochen. Dafür liefen die Geschäfte in der Servicessparte mit Apple Music und dem App Store besser, wie Apple am Dienstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Das stärkste Wachstum schaffte der Konzern in der Sparte, zu der die Computeruhr Apple Watch und die kabellosen Airpod-Kopfhörer gehören. Bei den Mac-Computern legten die Erlöse von 5,3 auf 5,8 Milliarden Dollar zu und beim iPad von 4,6 auf gut 5 Milliarden. Die Sparte bringt damit nun mehr Umsatz als iPads und annähernd so viel wie Macintosh-Computer. Der Umsatz ist dort von 3,7 Milliarden Dollar auf 5,5 Milliarden Dollar gestiegen. Cook sagte, Apple erkläre derzeit die Position des Konzerns und hoffe auf eine Bewilligung des Freistellungsantrags.

Deutlich aufgehellt hat sich das Geschäft in China. Der Konzern sitzt nach wie vor auf dicken Reserven: 211 Milliarden Dollar hat das Unternehmen gebunkert. Das ist immerhin ein Prozent mehr als im Vergleich zum Vorjahr. Cook führte die Erholung unter anderem auf Preissenkungen und reduzierte Steuern in dem Land zurück.

Angesichts des derzeitigen Handelskonflikts zwischen den Vereinigten Staaten und China wird Apples Entwicklung in dem asiatischen Land derzeit besonders aufmerksam beobachtet. "Baut sie in den USA, keine Zölle", schrieb Trump bei Twitter. Apple hat inzwischen 420 Millionen Abo-Kunden. Cook sagte jetzt, er würde entsprechenden Spekulationen nicht zu viel Glauben schenken. Analysten prognostizierten bisher etwas mehr als 61 Milliarden Dollar.

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