Rakete hebt ohne Probleme ab:Indien startet zu erster Mondlandemission

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Schaulustige verfolgen den Raketenstart in Kolkata.

Nachdem der erste Startversuch einer indischen Rakete zum Mond abgesagt werden musste, ist das Unternehmen nun geglückt. Das berichteten Reporter der Nachrichtenagentur AFP vor Ort. Sollte die Mission gelingen, wäre Indien das vierte Land, das nach den USA, der früheren Sowjetunion und China eine weiche Mondlandung schafft.

Eine Woche zuvor war die Mission wegen eines technischen Problems knapp eine Stunde vor dem geplanten Start abgebrochen worden. Isro-Chef K. Sivan äußerte sich vor dem zweiten Versuch aber absolut überzeugt, dass die Mission dieses Mal gelingt.

Die Indische Weltraumbehörde (ISRO) hat am Montag eine unbemannte Mondlandemission, Chandrayaan 2, erfolgreich gestartet. Er soll am 6. September auf dem Mond aufsetzen. An Bord der Raumsonde, die auf der Oberfläche des Erdtrabanten landen soll, befindet sich ein kleiner Mondrover.

Für Indien ist die Mondlandemission ein wichtiges Prestigeprojekt. Indien entwickelte nahezu alle Komponenten der Rakete und ihrer Fracht selbst, die Kosten dafür waren mit umgerechnet rund 124 Millionen Euro im Vergleich zu anderen Mondprogrammen niedrig.

Bei Indiens erster Mondmission im Jahr 2008 hatte die Sonde Chandrayaan-1 den Erdtrabanten lediglich umkreist, sie war aber nicht gelandet. Außer Schülern und Würdenträgern kam auch Staatschef Ram Nath Kovind, um für die Mondmission die Daumen zu drücken.

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