Erneut grosser Stromausfall in Venezuela

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Erneut erlebt Venezuela einen massiven Stromausfall. In der Hauptstadt Caracas fiel am Montagnachmittag (Ortszeit) der Strom aus, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. (Bild: KEYSTONE/AP/ARIANA CUBILLOS) In Venezuela kam es am Montag erneut zu einem grossen Stromausfall.

Der Informationsminister Jorge Rodríguez sagte, erste Hinweise deuteten auf einen elektromagnetischen Angriff auf das Wasserkraftsystem hin, wie der staatliche Fernsehsender VTV berichtete.

Die Regierung von Staatschef Nicolás Maduro sprach damals von Angriffen auf das Wasserkraftwerk Guri und machte dafür die Opposition und die USA verantwortlich. Es gab in diesem Jahr allerdings bereits mehrere große Stromausfälle in dem südamerikanischen Krisenland. In zahlreichen Regionen brach die Wasserversorgung zusammen, Telefone blieben stumm, Straßenlaternen fielen aus. Möglicherweise deshalb durfte nun auch der deutsche Botschafter Daniel Kriener in das Land zurückkommen. Der selbst ernannte Interimspräsident Juan Guaidó machte hingegen die Regierung verantwortlich.

Einwohner in Caracas reagierten am Montag verärgert auf den erneuten Blackout. "Es wurden nicht die notwendigen Maßnahmen ergriffen, und es ist wieder das Gleiche".

Das erdölreiche Venezuela leidet schon seit Jahren unter einer schweren Wirtschaftskrise mit drastischen Versorgungsengpässen. Sie warf ihm vor, die Opposition um den von vielen Staaten anerkannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó zu unterstützen.

"Sie haben die Tragödie mit Rationierung im ganzen Land zu verheimlichen versucht, aber das Versagen ist offensichtlich: Sie haben das Stromnetz zerstört und haben keine Antworten", twitterte Guaidó am Montag. Die Regierung von Maduro äußerte sich zunächst nicht öffentlich.

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