Zielwert bisher zwei Prozent:Kreise: EZB prüft neuen Ansatz für Inflationsziel

Einstellen Kommentar Drucken

Der Eurokurs ist am Donnerstag etwas unter Druck geraten.

Die Europäische Zentralbank denkt nach Medienangaben über die Überarbeitung ihres Inflationsziels nach. Die Devise fiel binnen kurzer Zeit auf 1,1209 Dollar von zuvor 1,1230 Dollar. Wie die Agentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen berichtete, prüft die Europäische Zentralbank Veränderungen an ihrem Inflationsziel. EZB-Chef Mario Draghi favorisiere einen "symmetrischen" Ansatz, der mehr Flexibilität ermögliche. Bei einem symmetrischen Ansatz hätte die Notenbank einen größeren Spielraum und könnte über einen längeren Zeitraum eine Abweichung vom Zielwert von zwei Prozent nach oben oder unten akzeptieren.

Spekulationen auf eine noch längere Niedrigzinsphase in der Euro-Zone haben den Euro am Donnerstag gedrückt. Aussagen des Brexit-Unterhändlers der EU, Michel Barnier, sorgten für ein wenig Hoffnung, dass ein harter Brexit doch noch vermieden werden könnte. Zudem haben sich die britischen Einzelhandelsumsätze im Juni besser entwickelt als erwartet. Die Aussicht auf ein Ende der populistischen Regierung komme bei Anlegern gut an, meinte Daniel Lenz, Zinsstratege bei der DZ Bank. Italien muss bis Mitte Oktober der EU-Kommission seinen Haushalt für 2020 vorlegen. Die Kurse von Staatsanleihen aus der Eurozone legten zu.

Comments