USA - BMW-Aufsichtsrat will heute neuen Vorstandschef küren

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Krüger hatte vor zwei Wochen mitgeteilt, dass er nicht für eine weitere Amtszeit zur Verfügung stehe - und war damit wohl seiner Entlassung vorgekommen.

Der Aufsichtsrat tagt im US-Werk Spartanburg. Als Favoriten gelten Produktionsvorstand Oliver Zipse und Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich.

Die Schlüsselrolle bei der Wahl des neuen Vorstandschefs haben Aufsichtsratschef Norbert Reithofer, Betriebsratschef Manfred Schoch und natürlich die Geschwister Susanne Klatten und Stefan Quandt, denen die Hälfte der BMW-Aktien gehört. Wegen der Zeitverschiebung wird mit einem Ergebnis nicht vor Mittwoch Nacht gerechnet. Nach dem ruhigen Teamplayer Krüger wird nun ein durchsetzungsstarker Anführer erwartet.

Ihm wird vorgeworfen, das Unternehmen angesichts der Herausforderungen des Technologiewandels hin zur Elektromobilität und zum Autonomen Fahren sowie in der Branchenkrise aufgrund des Diesel-Betruges (an dem BMW nach derzeitigem Kenntnisstand nicht beteiligt war) nicht stringent genug geführt und positioniert zu haben. Krügers Vertrag läuft noch bis April 2020, aus dem Unternehmen ist jedoch zu hören, dass ein Nachfolger möglichst rasch das Ruder übernehmen soll.

Die Maschinenbau-Ingenieure Zipse und Fröhlich rückten 2015 in den Vorstand auf. Der 59-Jährige hat auch bei öffentlichen Auftritten große Erfahrung. Der 55-jährige Zipse hat als Produktionschef die Verantwortung über die weltweit 31 BMW-Werke und genießt bei Gewerkschaftern einen guten Ruf. Er muss sie bei laufender Produktion für den Bau von Elektroautos umrüsten, mit selbstbewussten Werksleitern und Betriebsräten gut zusammenarbeiten und dafür sogen, dass täglich 7000 Autos reibungslos vom Band laufen.

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