Novartis steigert Umsatz und Betriebsgewinn deutlich

Einstellen Kommentar Drucken

Im zweiten Quartal konnten die Schweizer ihren Umsatz und das operative Ergebnis dank starker Nachfrage nach neueren Medikamenten überraschend stark steigern. "Novartis ist eine aussergewöhnliche Performance gelungen", sagte der Manager am Donnerstag vor Journalisten. Hierzu trugen speziell die jüngeren Mittel Cosentyx, Entresto und Lutathera bei.

Wie CEO Narasimhan während der Telefonkonferenz betonte, wächst Cosentyx trotz der zunehmenden Konkurrenz nach wie vor stärker als die jeweiligen Märkte. $) und das Herzmittel Entresto (+76% auf 421 Mio.

Noch stärkere Zuwächse hat Novartis im Berichtszeitraum beim Kern-Betriebsgewinn erzielt. Der Kern-Reingewinn verbesserte sich um 13 Prozent (+19% kWk) auf 3,1 Milliarden. Damit hat Novartis die durchschnittlichen Analystenerwartungen übertroffen. Unter dem Strich ging der Reingewinn aus fortgeführtem Geschäft um fast drei Viertel auf 2,1 Milliarden Dollar zurück, weil im Vorjahr ein Erlös aus dem Verkauf des OTC-Joint-Venture mit Glaxosmithkline von 5,7 Milliarden Dollar den Gewinn getrieben hatte.

Für das Gesamtjahr hat der Pharmakonzern seinen Ausblick erneut angehoben. Das war grundsätzlich von einigen Analysten zwar erwartet worden. Hier rechnet das Management für das Gesamtjahr mit einem mindestens stagnierenden Umsatz, allenfalls könnte sogar ein leichtes Wachstum drin liegen.

Das nach der Abspaltung des Augenheilgeschäfts Alcon nun rein auf Arzneimittel ausgerichtete Unternehmen peilt im laufenden Jahr ein Umsatzplus im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich an.

Für den gesamten Konzern veranschlagt Novartis neu zu konstanten Wechselkursen ein Wachstum beim Betriebsgewinn im niedrigen bis mittleren Zehnprozentbereich. Für den Umsatz wird neu mit einer Steigerung im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich angepeilt - bisher im mitteleren einstelligen Prozentbereich. Novartis hatte die Prognosen bereits nach dem ersten Quartal nach oben korrigiert. Dabei gehe es um die Vorwürfe, dass Novartis zwischen 2002 und 2011 Schmiergelder an Ärzte gezahlt haben soll, damit diese bestimmte Novartis-Mittel bevorzugt verschrieben. Einige waren davon ausgegangen, dass der Konzern womöglich Milliarden zahlen muss.

Comments