Klimaschutz - Schulze will Fliegen teurer machen

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Um den Klimaschutz stärker voranzubringen, will die Bundesumweltministerin das Fliegen teurer machen. Auch der Flugverkehr müsse die Kosten der Klimagasemissionen tragen, sagte die SPD-Politikerin der "Rheinischen Post". Darauf könne Deutschland aber nicht warten und müsse zunächst allein handeln.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) warnte dagegen erneut vor zusätzlichen Belastungen für die Wirtschaft durch einen CO2-Preis. "Deshalb brauchen wir auch im Flugverkehr einen fairen CO₂-Preis". Ein europaweites Vorgehen sei demnach der beste Weg.

"Es kann nicht sein, dass auf bestimmten Strecken Fliegen weniger kostet als Bahnfahren", erklärte Schulze. Sie will dem Beispiel der Franzosen folgen, die ab 2020 eine Umweltsteuer von 1,50 Euro bis 18 Euro auf Flugtickets erheben wollen. Diese Instrumente verhindern jedoch nicht, dass Fliegen gegenüber dem Bahnfahren oft deutlich günstiger ist. "Im September soll die Bundesregierung ein Paket beschließen, das uns beim Klimaschutz wieder auf Kurs bringt".

Doch werde es nicht reichen, der "CO2-Vergiftung" nur ein Preisschild anzuhängen. Die erneuerbaren Energien müssten angekurbelt und die "Bremsklötze für eine Verkehrs- und Agrarwende beseitigt" werden. Der Grünen-Fraktionschef pochte zudem auf ein Gesetz zum Kohleausstieg. "Passiert ist damit bislang nichts".

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