International - App-Bank N26 wird zum wertvollsten deutschen Start-up

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So wertvoll ist sonst keins: Die Smartphone-Bank N26 hat sich in einer neuen Finanzierungsruden auf einen Milliardenwert gesteigert - und will weiter wachsen. "Ich gehe allerdings nicht davon aus, dass unsere jüngste Finanzierungsrunde die letzte gewesen sein wird", sagte Mitbegründer und CFO Maximilian Tayenthal in einem Interview mit Bloomberg News. In den USA stünden inzwischen rund 100.000 Interessenten auf der Warteliste. Der Gang nach Brasilien ist für 2020 geplant.

N26 holte sich mit der neuen Geldspritze inzwischen mehr als 670 Millionen Dollar bei Investoren. "Dazu gehört auch, dass wir zu einem späteren Zeitpunkt in einige asiatische Märkte gehen", erklärte Tayenthal. "Daran wird sich in den nächsten drei, vier oder fünf Jahren auch nichts ändern". "Wir haben die Vision, das Privatkunden-Banking weltweit zu verändern".

In der Mitteilung zur aktuellen Finanzierungsrunde gibt das Unternehmen an, weiterhin hohe Investitionen in das organisatorische und strukturelle Wachstum vornehmen zu wollen. "Die Unternehmensbewertung von N26 steigt damit auf 3,5 Milliarden Dollar und macht es zum höchstbewerteten deutschen Start-up", schrieb die Onlinebank. Alle vorherigen Serie-D-Investoren, darunter Insight Venture Partners und ein Staatsfonds aus Singapur, haben erneut in N26 investiert. Der britische Rivale Revolut Ltd. steht bei 1,7 Milliarden Dollar.

D-Finanzierungsrunden wie die diesjährige bei N26 sind in der Welt der Start-ups eher selten und sprechen für eine starke Expansion.

N26 war in den vergangenen Monaten in Negativschlagzeilen geraten, weil Nutzer sich über einen schwer erreichbaren Kundenservice beschwert hatten. Nach jüngsten Angaben wurde der Bereich von 120 Mitarbeitern im vergangenen Jahr auf 400 Mitarbeiter intern und 400 externe Beschäftigte aufgestockt. N26 ist derzeit auf der Mitarbeitersuche und eröffnet ein Büro im September im Wiener Start-up-Zentrum WeXelerate. Weitere Stellen in Berlin, New York, Barcelona, Wien und São Paulo sollen neu besetzt werden.

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