Benetton und Delta sollen Alitalia retten

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Jetzt soll ausgerechnet das von der Familie Benetton kontrollierte Unternehmen die marode Fluglinie Alitalia wieder auf Kurs bringen. Einen weiteren 35-prozentigen Anteil soll die an der Mailänder Börse notierte Atlantia-Holding im Besitz der norditalienischen Unternehmerfamilie Benetton übernehmen. Die Beteiligung des Staates mit der staatlichen Eisenbahnen (FS - Ferrovie dello Stato) und dem Wirtschaftsministerium an der neuen Alitalia sei eine Garantie für den Erhalt der circa 11.000 Jobs bei der Airline. Daneben seien die US-Fluggesellschaft Delta Air Lines und das Finanzministerium in Rom an der Operation beteiligt, teilte FS mit. Grösster Anteilseigner der Fluglinie, die bereits vor mehr als zwei Jahren insolvent gegangen ist, soll der italienische Staat bleiben.

Vize-Premier und Industrieminister Luigi Di Maio erklärte, noch nicht vorzeitig jubeln zu wollen. "Eine Sache ist aber klar: Nichts und niemand wischt die 43 Toten der Morandi-Brücke weg", sagte Di Maio. Gegen Autostrade wird ermittelt. Das Unternehmen betreibt auch den Flughafen Fiumicino in Rom, den Sitz von Alitalia. "Ich hoffe, ich werde der letzte Minister sein, der sich um die Alitalia kümmern muss", kommentierte Di Maio, der seit Monaten die Zukunft der Alitalia verhandelt.

Die ehemalige Staatsairline Alitalia mit derzeit rund 11'000 Arbeitsplätzen meldete vor mehr als zwei Jahren Insolvenz an. Die Regierung will vor allem Stellenstreichungen verhindern.

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