Trump: "Geht zurück in eure Herkunftsländer"

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US-Präsident Trump hat sich auf Twitter unflätig gegenüber farbigen demokratischen Kongressabgeordnete geäußert.

US-Präsident Trump hat sich mit einer Twitter-Nachricht gegen junge weibliche Abgeordnete der oppositionellen Demokraten Rassismus-Vorwürfe eingehandelt.

Trump hatte am Sonntag scharfe Attacken gegen mehrere demokratische Politikerinnen gefahren.

"Sie können nicht schnell genug weggehen", twitterte Trump und beschrieb sie als "Progressive demokratische Kongressfrauen, die ursprünglich aus Ländern kamen, deren Regierungen eine vollständige und totale Katastrophe sind". "Warum gehen sie nicht zurück und helfen dabei, die völlig zerrütteten und von Verbrechen durchsetzten Orte, von denen sie herkommen, wieder aufzubauen?"

Drei der vier Angegriffenen sind in den USA geboren. Die Vorfahren der in New York geborenen Ocasio-Cortez stammen aus dem US-Übersee-Territorium Puerto Rico. Tlaib, die in Detroit geboren wurde, hat palästinensische Wurzeln. Die Afroamerikanerin Pressley wurde in Cincinnati geboren. Sie kommen zum Teil aus Einwandererfamilien, sind bis auf Omar, die in Somalia auf die Welt kam, aber in Amerika geboren. Sie ist die erste schwarze Muslimin im Kongress.

Er betont selbst gerne seine deutsche Herkunft - und hat nun zu einem eher plumpen Schlag gegen politische Gegnerinnen ausgeholt: Donald Trump wünscht Demokratinnen "dahin zurück, wo sie herkamen". "Ich tue es jeden Tag, indem ich als Abgeordnete Rechenschaft von Ihrer Regierung einfordere". "Wir sind, wie Demokratie aussehen sollte". Omar schrieb auf Twitter, Trump schüre "weissen Nationalismus", weil er wütend sei, dass Politikerinnen wie sie im Kongress sässen und seine "hasserfüllte Agenda" bekämpften.

Parlamentarier von Demokraten und Republikanern kritisierten Trump scharf. Sie zeigten, dass es schon immer das Ziel des Präsidenten gewesen sei, Amerika wieder weiß zu machen. Senatorin Warren bezeichnete Trumps Äusserungen ebenfalls als "rassistisch und fremdenfeindlich". Die Vorsitzende des Repräsentantenhauses - die Frontfrau der Demokraten, Nancy Pelosi - sei sicher gern bereit, die Reisepläne zu unterstützen, schob Trump hinterher. Sie zielten darauf ab, "unsere Nation zu spalten".

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