Urabstimmung bei Ufo - Streiks nicht vor August

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Die Flugbegleitergewerkschaft UFO hat ihre Mitglieder bei der Lufthansa-Tochter Eurowings zur Urabstimmung über einen unbefristeten Streik aufgerufen.

Damit seien Streiks noch im August möglich, erklärte der stellvertretende Vorsitzende Daniel Flohr in einer Mitteilung.

Von Lufthansa sei ein von Ufo angebotenes vierwöchiges Streik-Moratorium abgelehnt worden, so dass die Vorbereitungen für Arbeitskämpfe fortgesetzt würden, teilte die Gewerkschaft am Freitag mit. "Das geht im Zweifel schnell und ist noch im August möglich", so Flohr weiter. Arbeitskämpfe fänden dann statt, wenn alle anderen Mittel ausgeschöpft seien. "Sobald wir ein Ergebnis haben, werden wir uns mit den konkreten Maßnahmen auseinandersetzen". Die Gewerkschaft wolle den Beschäftigten aber wahrscheinlich längere Fristen von bis zu vier Wochen für die Entscheidung einräumen. Noch weiter entfernt sind Streiks bei der Lufthansa. Laut Satzung braucht es für einen Streik die Zustimmung von 70 Prozent der abgegebenen Stimmen.

Eurowings warf im Gegenzug der Gewerkschaft vor, Mitarbeiter und Kunden in der Hochphase des Sommergeschäfts gezielt zu verunsichern. Bereits seit Monaten tobt ein juristischer Streit zwischen Ufo und dem Lufthansa-Konzern um die Rechtmäßigkeit des Ufo-Vorstands. Die Muttergesellschaft hat bislang nicht einmal die Kündigung der alten Tarifverträge anerkannt, weil sie den Rumpfvorstand der Ufo für nicht vertretungsberechtigt hält. Der Krankenstand liege teilweise deutlich über dem Doppelten des üblichen, sagte dazu ein Ufo-Sprecher.

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