ZF verspricht mehr Reichweite für Elektroautos

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Ein neuer Antrieb von ZF Friedrichshafen mit Zweiganggetriebe soll E-Autos mehr Reichweite bescheren. In der vergangenen Woche hat ZF einen ersten Prototyp mit dem neuen 2-Gang-Antrieb vorgestellt. Der Prototyp ist für die Kompaktklasse ausgelegt, aber auch eine entsprechend kleiner dimensionierte Version für Kleinwagen ist möglich.

Ein klassisches Getriebe mit mehr als einem Vor- und Rückwärtsgang haben Elektroautos bisher nicht. Laut dem ZF-Manager Bert Hellwig mussten sich die Hersteller von Elektrofahrzeugen zwischen einem hohen Anfahrdrehmoment oder einer hohen Endgeschwindigkeit entscheiden. "Diesen Zielkonflikt lösen wir nun auf, denn der neue Antrieb wird für leistungsfähige und schwerere Fahrzeuge kompatibel sein - zum Beispiel für PKW, die einen Anhänger ziehen".

"Von der Idee zum Prototypen haben wir etwa ein Jahr gebraucht", erzählt Stephan Demmerer, Leiter der Vorentwicklung E-Mobility, der mit seinem Team den neuen Zweigangantrieb entwickelt. Der Antrieb ist als Baukasten konzipiert und für den Fahrzeughersteller skalierbar. Das erlaubt den Herstellern das Getriebe modular einzusetzen und mit unterschiedlich starken Motoren zu kombinieren. Durch den hohen Luftwiderstand verbrauchen Elektrofahrzeuge viel Energie.

Vergrößern ZF Friedrichshafen präsentiert ein Zweiganggetriebe für E-Autos. Durch die Lösung soll sich der Energieverbrauch im Vergleich zur aktuellen Technik verringern, was die Reichweite um bis zu 5 Prozent erhöhen soll.

Durch eine Verbindung mit dem Controller-Area-Network können mit der Antriebseinheit verschiedene Schaltszenarien entwickelt werden. Das Fahrzeug könnte auch anhand der gewählten Route erkennen, wie weit die nächste Ladestation entfernt ist und passend dazu in einen Eco-Modus wechseln. Dank Cloudanbindung kann die Software Over-the-Air aktualisiert werden.

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