Schweizer Schriftsteller Lukas Bärfuss bekommt renommierten Georg-Büchner-Preis

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Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung teilte am Dienstag den Gewinner des diesjährigen Georg-Büchner-Preises mit.

Die Darmstädter Jury würdigt Bärfuss als "einen herausragenden Erzähler und Dramatiker der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur", dessen Dramen und Romane "mit hoher Stilsicherheit und formalem Variationsreichtum" immer wieder "neu und anders existentielle Grundsituationen des modernen Lebens" erkundeten. Bärfuss begleitet die heutige Welt mit "furchtlos prüfendem, verwundertem und anerkennendem Blick".

Lukas Bärfuss ist zugleich Dramatiker, Erzähler und Essayist. Der mit 50 000 Euro dotierte Büchner-Preis gilt als herausragende literarische Auszeichnung in Deutschland. Seine Theaterstücke werden in dutzend Sprachen übersetzt und weltweit aufgeführt. Als Erzähler debütierte Lukas Bärfuss 2002 mit der Novelle Die toten Männer.

Der renommierte Büchner-Preis ist eine von vielen Auszeichnungen, die Bärfuss bereits erhalten hat: 2014 gewann er den Schweizer Buchpreis für "Koala" oder 2009 den Schillerpreis für "Hundert Tage". Zuletzt erschienen von ihm der Roman "Hagard"(2017) und der Essayband "Krieg und Liebe"(2018). Weitere Preise sind etwa der Hans-Fallada-Preis, der Mülheimer Dramatikerpreis oder der Solothurner Literaturpreis.

Der Schweizer Schriftsteller Lukas Bärfuss wird mit dem Georg-Büchner-Preis 2019 geehrt. "Damit kann man doch nicht rechnen".

Das Werk des mehrfach ausgezeichneten 47-Jährigen ist umfassend.

Die Büchner-Preis-Jury setzt sich zusammen aus dem Präsidium der Sprachakademie unter Mitwirkung je eines Vertreters oder einer Vertreterin der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst und des Magistrats der Stadt Darmstadt. Jeder Künstler und Schriftsteller brauche Anerkennung. "In dieser Reihe zu stehen, ist absolut bewegend und berührt mich sehr". Preisträger waren unter anderem Erich Kästner (1957), Günter Grass (1965), Sarah Kirsch (1996), Volker Braun (2000) und im vergangenen Jahr die Schriftstellerin Terézia Mora. Doch sei der Dramatiker Georg Büchner (1813-1837) für ihn auch prägend gewesen und dessen Lebensweg nach wie vor hoch aktuell. Und der aus politischen Gründen im 19. Jahrhundert aus Hessen in die Schweiz geflüchtete und in Zürich gestorbene Revolutionär Büchner müsse noch heute Mahnung sein.

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