Erste Kündigungen bei deutscher Bank

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Wie die britische Zeitung "Guardian" berichtet, wurden am Montag in der Londoner Filiale der Deutschen Bank Angstellte der Nobel-Schneiderei "Fielding & Nicholson" gesichtet.

Während also zahlreiche Ex-Angestellte gefeuert wurden und das Gebäude verlassen mussten, gönnte sich die Führungsetage den teuren Service des Schneiders.

Ein Schlag ins Gesicht für die Mitarbeiter, die entlassen werden: Während rund 18.000 Stellen bei der Deutschen Bank gestrichen werden, lassen sich Führungskräfte in London neu einkleiden.

Anzüge von Fielding & Nicholson gehören nicht unbedingt zu der erschwinglichen Sorte.

"Unser Timing war nicht gut", sagte Ian Fielding-Calcutt, der Gründer des Schneiders, gegenüber "Financial News". Insgesamt 26 Millionen Euro flossen in die Taschen von Garth Ritchie (elf Millionen), Sylvie Matherat (neun Millionen) und an Frank Strauß (sechs Millionen).

Am Sonntag gab die Deutsche Bank den Stellenabbau bekannt, am Montagmorgen wurde ganzen Teams an Vertretungen der Deutschen Bank in Hongkong und Singapur gekündigt.

Bis 2022 will der Konzern seine Belegschaft auf etwa 74.000 Vollzeitkräfte verringern. In Deutschland beschäftigt das Unternehmen bisher 41.500 Angestellte.

Wie stark einzelne Länder und Standorte von dem Abbau betroffen sein werden, offenbarte der Vorstand bislang nicht. "Alles hängt von den Fähigkeiten derjenigen ab, die ihren Arbeitsplatz verloren haben", sagte Execuzen-Chef Adrian Ezra. Ziel des Stellenabbaus ist der Ausstieg aus dem Aktienhandel und eine Verkleinerung im Investmentbereich. "Natürlich sind auch in der Investmentbank in Deutschland Einschnitte zu erwarten", sagte Schulze.

Offenbar hatten sie gerade Hand angelegt an die obersten Führungskräfte (Managing Directors) der Deutschen Bank - aber keine Kündigungen verhängt, sondern deren Leibumfänge vermessen.

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