BASF-Gewinnwarnung befeuert Furcht vor Konjunkturabschwung

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Die Deutlichkeit der Warnung hat jedoch manchen Marktteilnehmer überrascht. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sowie vor Sondereinflüssen wird demnach um bis zu 30 Prozent unter Vorjahresniveau liegen. Beim Umsatz soll es leicht nach unten gehen. Das Rating für die Aktien.

Wie erwartet führten im 2. Quartal 2019 erheblich niedrigere Isocyanatpreise im Segment Materials zu einem signifikanten Rückgang des EBIT vor Sondereinflüssen gegenüber dem Vorjahresquartal.

Die Aussichten von BASF sind im zweiten Quartal dunkler geworden.

Als Grund für die schwache organische Entwicklung nannte BASF die Wachstumseinbußen in der globalen Automobilindustrie - vor allem in China, dem größten Automobilmarkt der Welt, sei der Markt um 13 % eingebrochen. Viele Faktoren kommen dabei zusammen. Auch der Agrarsektor in Nordamerika schwächelt.

Nach vorläufigen Zahlen ging der Umsatz im zweiten Quartal um vier Prozent auf 15,2 Milliarden Euro zurück. Das bereinigte operative Ergebnis betrug im Berichtszeitraum voraussichtlich eine Milliarde Euro und lag damit 47 Prozent unter dem Wert des Vorjahresquartals. Die Konflikte zwischen den USA und ihren Handelspartnern, insbesondere China, haben sich - anders als im BASF-Bericht 2018 angenommen - bislang nicht entschärft. Im Vorjahr hatte Lanxess ein operatives Ergebnis von 1,016 Milliarden Euro verbucht. Dies resultiert - neben dem Rückgang des EBIT vor Sondereinflüssen - im Wesentlichen aus Einmalkosten für das Exzellenzprogramm sowie der außerplanmäßigen Abschreibung einer erdgasbasierten Investition an der US-Golfküste, die BASF nicht weiterverfolgt.

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Aktuelle Indikationen für die BASF Aktie notieren am frühen DIenstagmorgen bei 59,00/59,30 Euro. Den XETRA-Handel am gestrigen Dienstag hatte die DAX-notierte Chemieaktie mit 62,59 Euro und einem leichten Kursgewinn beendet, war am Abend im Tradegate-Handel nach der Gewinnwarnung aber bereits bis auf 58,80 Euro zurück gefallen.

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