Sprachassistent Alexa - Warnung vor Risiken für Minderjährige und Besucher

Einstellen Kommentar Drucken

Aufzeichnungen ließen sich außerdem über die Sprachbefehle "Alexa, lösche was ich gerade gesagt habe" oder "Alexa, lösche alles, was ich heute gesagt habe" löschen, so der Sprecher. Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages ist in einer aktuellen Einschätzung zu dem Schluss gekommen, dass die Sprachassistenten für Kinder und Besucher der Besitzer Risiken bergen. Viele Fragen sich: Kommt mit Alexa und Co. der Lauschangriff 4.0? Konkret geht es etwa darum, dass Kinder persönliche Informationen preisgeben oder Inhalte abrufen könnten, die für sie nicht geeignet sind.

Auch wenn Amazon seiner Pflicht zur Information über die Datenerhebung nachkomme, bleibe es offen, wie unbeteiligte Dritte und Minderjährige von der Datensammlung ausgeschlossen werden könnten, heißt es in einem Gutachten, aus dem die Deutsche Presse-Agentur zitiert.

Die Experten geben zu bedenken, dass vor allem Minderjährige eine Alexa im Haushalt häufig nutzen, aber noch zu jung sind, um die datenschutztechnischen Hintergründe zu verstehen oder ihnen zuzustimmen.

Das Vertrauen unserer Kunden hat höchste Priorität für Amazon und wir wissen, dass wir beim Thema Datenschutz überzeugende Lösungen liefern müssen, um die hohen Erwartungen unserer Kunden zu erfüllen.

Das Bundesinnenministerium fühlt sich in der Sache nicht zuständig. "Eine zweifelsfreie biometrische Identifizierung, die Voraussetzung für das Sperren einzelner Profile, beziehungsweise die Deaktivierung von Sprachaufzeichnung einzelner Nutzer wäre, findet über Stimmprofile nicht statt", erklärte der Sprecher. Datenschutz-Grundverordnung, Regelungsspielraum: Wahrscheinlich sind das ohnehin keine "Alexa"-tauglichen Worte". Klappt in aller Regel nicht, dieser Befehl. "Wir müssen darauf dringen, dass die Einwilligungserklärung für den Nutzer auf die Gefahren und Möglichkeiten hinweist, die mit der Übertragung und Nutzung der Daten sowie der Daten von Dritten, die sich zufällig im Raum befinden, hinweist", erklärte Kamann, der sich als IT-Unternehmer mit dem Themenbereich beschäftigt, 2017 für die AfD in den Bundestag einzog und im Dezember 2018 Partei und Fraktion verließ. Der Wissenschaftliche Dienst hält sicherheitshalber fest: "Angaben zur Speicherungsdauer sind in den Nutzungsbedingungen von Amazon nicht ersichtlich". Kamann hatte den Wissenschaftlichen Dienst explizit nach "Alexa" gefragt. Die Amazon-Software sendet erst dann Sprachdaten wenn der Nutzer ein Aktivierungswort ausspricht - zur Auswahl stehen " Alexa", "Computer", "Echo" oder "Amazon".

Amazon bietet den Nutzern von Alexa zwar neuerdings mit dem Befehl "Alexa, lerne meine Stimme" die Möglichkeit, ein persönliches Stimmprofil einzurichten. Solche Stimmprofile werden aber nach Angaben eines Amazon-Sprechers nur genutzt, "um das individuelle Nutzererlebnis zu verbessern". Das klappt bestimmt prima, wenn man das Gerät schon gekauft hat.

Comments